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Angebliche Beweise aus der Presse, dass es in Serbien keine Zensur gibt: Karikaturen und Cartoons „gegen“ Premier Vucic und seine Gefolgschaft von bekannten Autoren, u.a. von Corax („Danas“), Dusan Petricic („Poliitka“) und Marko Somborac („Blic“). Foto: BR | Dejan Stefanovic

"Unzensierte Lügen" - Eine Ausstellung in Belgrad
Serbiens Regierungschef Vucic will kein Zensor sein

In einer prominenten Galerie im Zentrum Belgrads sind derzeit 2.523 Medienbeiträge zu besichtigen, die sich kritisch mit dem alles beherrschenden Premier Aleksandar Vucic beschäftigen. In der Ausstellung „Unzensierte Lügen“ sind Karikaturen des bekannten Künstlers Corax ebenso zu sehen wie Artikel aus Tageszeitungen, Einträge auf Facebook und Twitter sowie im Internet verbreitete Anti-Vucic-Beiträge. Damit solle der Zensurvorwurf als Lüge entlarvt werden, heißt es im Ausstellungskatalog. Die Ausstellung wird von der Fortschrittspartei des Premiers kuratiert. Der Journalistenverband nennt diese Ausstellung den „Gipfel des Zynismus“ der Macht, damit veröffentliche die Fortschrittspartei die Liste ihrer „Feinde“, dies sind all jene, die sich trauen, kritisch über Aleksandar Vucic und dessen Minister zu berichten.

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Einheimische und internationale Medien beklagen, dass die Machthaber in Serbien immer mehr die finanzielle Instabilität der Medien ausnützen und so ihre Abhängigkeit von der politischen und geschäftlichen Elite weiter verstärken: Der Staat ist der größte Anzeigenkunde serbischer Medien. Foto: BR | Dejan Stefanovic
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"Meiner Meinung nach zeigt diese Ausstellung, dass es keine Zensur gibt."

"Das ist nur Eigenwerbung nach Innen.“

„Oberflächlich und eine gute Manipulation. “

Zitate von Besucherinnen und Besuchern

"Für mich zeigt die Ausstellung "Unzensierte Lügen" vor allem, dass der serbische Premier weder Kritik erträgt noch die Rolle der Medien in einer Demokratie als "Vierte Gewalt" begriffen hat.“

Karla Engelhard, ARD-Korrespondentin
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