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Damir Beljo bei seinem Kampf gegen Mohammad Rasuli. Der Kampf fand am 16.10.2015 in Bosnien & Herzegowina statt. Beljo verteidigte den europäischen WBO Meistertitel. Foto: Damir Beljo

Der bosnische Kroate Damir Beljo kämpft für die Einheit seines Landes
Boxen mit Botschaft

Der Profiboxer Beljo kämpft für sein zerrissenes Land und seine geteilte Stadt Mostar. Er ist der erste Europameister in Bosnien und Herzegowina und er will den Weltmeistertitel im Cruisergewicht, der Gewichtsklasse knapp unter dem Schwergewicht. Boxen ist für den bosnischen Kroaten mehr als 1.000 Schläge pro Woche einzustecken. Seinen Sport verbindet der gläubige Katholik mit seiner Botschaft: Dieses Land ist für alle eine Heimat, nationale Spannungen haben keinen Platz. Der sympathische junge Mann und Vater eines Sohnes will in Bosnien und Herzegowina bleiben und schlug ein lukratives Angebot aus Deutschland in den Wind.

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Damir Beljo im Gespräch mit ARD-Korrespondentin Karla Engelhard und ARD-Mitarbeiterin Eldina Jasarevic.(v.l.n.r.). Foto: BR | Gero Korritter
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Hintergrund

Die Muslime stellen in Bosnien und Herzegowina erstmals knapp die Mehrheit aller 3,5 Millionen Einwohner, das belegen die Ergebnisse der jüngsten Volkszählung. Die orthodoxen Serben sind mit 30,8 die zweitstärkste und die katholischen Kroaten mit 15,4 Prozent die drittstärkste Gruppe. Der Dauerstreit der drei Völker blockiert seit vielen Jahren das Land. Sie hatten sich zwischen 1992 und 1995 einen blutigen Bürgerkrieg geliefert mit mehr als 100.000 Toten und vielen Hundertausenden Vertriebenen. Ganze Landstriche, Ortschaften und Städte wurden ethnisch gesäubert. Muslimische Bosnier, orthodoxe Serben und katholische Kroaten leben seitdem mehr neben-, als miteinander.

 

2015 entstand zu diesem Themenkomplex unser Webspecial „Die Schatten von Srebrenica – 20 Jahre nach dem Bosnienkrieg“.

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