In ganz Tirana wurde auf öffentlichen Plätzen Fußball geschaut. Foto: picture-alliance | dpa

Eine Stadt im Ausnahmezustand
Tiranas lange Fußballnacht

Grenzenloser Jubel, Hupkonzerte, Freudentänze, Feuerwerk – den Sonntag Abend werden auch die Einwohner Tiranas so schnell nicht vergessen. Vor Anpfiff des EM-Fußballspiel Albanien gegen Rumänien um 21 Uhr waren die ansonsten um diese Uhrzeit überfüllten Straßen in der Innenstadt wie leergefegt, auch auf den Gehsteigen waren nur wenige einzelne Fußgänger auszumachen. Dafür aber waren die Bars, Restaurants und Kneipen bis auf den letzten Platz belegt – denn tatsächlich überall waren große Fernseher aufgestellt, Beamer warfen das Spielgeschehen auf Hauswände. Wer sich an diesem Abend während des Spiels zu Fuß durch die Stadt bewegte, der hatte also keine Mühe, dem Spielverlauf zu folgen – auch nicht akustisch, denn in allen Wohnungen schienen die Fernseher auf Maximallautstärke aufgedreht worden zu sein. Tirana: die Stadt – ein riesiges Fußballstadion. An der Universität war der EM-Hotspot: Viele tausend Jugendliche verfolgten die Partie auf einem Riesenbildschirm. So war beim 1:0 durch Albaniens Fußballstar Sadiku dort der Jubel auch am größten. Mit Abpfiff und dem ersten Fußball-Sieg Albaniens gegen Rumänien nach 68 Jahren (!) gab es für die Fans kein Halten mehr: die ganze Nacht hindurch wurde auf den Straßen gefeiert und getanzt, die Menschen liefen die großen Boulevards auf und ab und schwenkten frenetisch albanische Flaggen. Eine ganze Stadt im Freudentaumel – für die Dauer einer Nacht.

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Auch die jüngsten Fußballfans durften die Nacht zum Tage machen. Foto: BR | Michael Mandlik
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