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Der Kummer über die Niederlage ist den österreichischen Fans ins Gesicht geschrieben. Foto: BR | Tamara Link

Fußballeuropameisterschaft
Österreich weint - Ungarn jubelt

„Ur-Mist! Da spielen wir ja in der Schule besser!“, sagt ein junger Mann mit starrem Blick auf die übergroße Videowall vor dem Wiener Rathaus. Eine Freundin fügt hinzu: „Ich habe mir nicht allzu großes erwartet, aber dass sie gleich zwei zu null verlieren – gegen Ungarn! Das geht gar nicht!“

 

Das Auftaktspiel der österreichischen Mannschaft zur Fußball-EM wollte sich keiner entgehen lassen. Der für rund 13.400 Menschen zugelassene Rathausplatz in Wien war bereits vor Beginn des Matches so gut wie voll. Die Fans standen Schlange und die Polizei kontrollierte jede Tasche, während sich im hinteren Teil des Parks Jugendliche unter dem Zaun durchwanden, um doch noch rechtzeitig zum Anpfiff vor der Leinwand zu stehen.

 

Drinnen war die Stimmung trotz des Andrangs friedlich. Die Fans waren bester Laune und auch als Österreich fulminant verlor, war offensichtlich niemandem nach Prügelei zu Mute. Nur ein bisschen schimpfen, das haben sich die Fans dann doch nicht nehmen lassen. Am Ende aber schlenderten sie alle lachend davon. So wichtig, dass es einem die Laune verdirbt, ist ein Fußballspiel in Österreich offenbar dann doch nicht.

In Budapest dagegen feierte man überschwänglich. Einen besseren Start in die Fußball-Europameisterschaft hätte es für Ungarn nicht geben können. Ein deutlicher Sieg und dann noch gegen das Nachbarland Österreich. Ein Spiel zweier ehemaliger Habsburger-Länder, die mehr als nur ein Kaiser verbindet.

 

Die Stimmung am Budapester Szabadsag Platz (Freiheitsplatz) war super. Am Anfang spürte man Nervosität und Hoffnung unter den tausenden Fans – nach mehr als 40 Jahren hat Ungarn es wieder in die Gruppenphase der EM geschafft. Vor Spielbeginn hofften die Meisten zumindest auf ein Unentschieden, dass Ungarn so klar gewann verblüffte dann alle hier. Sogar die Hardcore Fans waren überrascht und jubelten stundenlang in den Straßen, Kneipen und Bars der Stadt. Sogar im berühmten Szechenyi-Bad gab es beim Public-Viewing mehr als nasse Füße.

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