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Muslimische, christlich-orthodoxe, katholische und jüdische Gotteshäuser liegen in Sarajevo nur wenige Schritte auseinander. Foto: picture alliance | dpa

Das Jerusalem des Balkan
Fastenbrechen in Sarajevo

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Der Andrang vor den Suppenküchen ist groß. Foto: BR | Eldina Jasarevic
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Zum Ramadan (bis 4. Juli) bestimmen Fasten und das tägliche Fastenbrechen bei Sonnenuntergang den Takt der Stadt. Schätzungsweise bis zu 80 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner von Sarajevo sind muslimisch. Arabische Touristen lieben Sarajevo. In der Altstadt, der Bascarsija, wird kaum Alkohol ausgeschenkt und selbst Fastfood-Ketten bieten Menüs zum Fastenbrechen an. Auch die Ärmsten der Armen der Stadt fasten und holen sich ihre Lebensmittelspenden erst am Abend ab, zum Fastenbrechen. In Sarajevo wird ein gemäßigter, weltoffener Islam gepflegt. Die Balkan-Metropole trägt den Beinamen „Jerusalem“ des Balkans. Vor allem die Altstadt ist ein Ort an dem Muslime und Christen Tür an Tür beten. Die ehrwürdige Gazi-Husrev-Beg-Moschee ist von der Kathedrale der orthodoxen Christen wie jener der Katholiken nur Schritte entfernt. Eine Synagoge der sephardischen Juden ganz in der Nähe komplettiert das multikonfessionelle Bild der Stadt. Doch nirgendwo sonst wurden seit den 1990er Jahren so viele Moscheen gebaut, wie in Sarajevo, mit arabischem Geld. Viele katholische Kroaten und orthodoxe Serben haben nach dem Krieg, Mitte der 1990er Jahre, die Stadt entweder verlassen oder leben in eigenen Vierteln am Stadtrand. Mittlerweile ist Sarajevo eine Metropole der Minarette geworden, aber noch immer mischen sich Muezzin Rufe mit Kirchenglockenklängen. Sarajevo wirkt einladend – für Jedermann.

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