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Albaniens Nationalmannschaft vor dem Qualifikationsspiel gegen Serbien. Foto: picture-alliance | dpa

EM 2016 - Albanien
Es gibt nichts zu verlieren, aber alles zu gewinnen

Als Albaniens Nationaltrainer Gianni De Biasi im Jahr 2012 nach seinen Zielen mit der albanischen Nationalmannschaft gefragt wurde, antwortete er, dass er das Unmögliche schaffen möchte. Der Italiener war damals ein halbes Jahr im Amt. Nun hat er es geschafft und Albanien fährt erstmals zur Europameisterschaft. In einer kniffligen Gruppe mit Portugal, Dänemark, Serbien, Armenien – und den als Gastgeber bereits qualifizierten und außer Konkurrenz spielenden Franzosen – erreichten die „Kuq e zi“ einen hervorragenden zweiten Platz hinter Portugal. Einen Eklat gab es während des brisanten Spiels in Belgrad, als eine Drohne mit einer großalbanischen Fahne ins Stadion flog. Das Spiel – das ohne albanische Anhänger durchgeführt wurde – musste beim Stand von 0:0 nach Krawallen zwischen Zuschauern, Spielern und Sicherheitskräften abgebrochen werden. Der albanischen Nationalmannschaft wurden die drei Punkte nachträglich zuerkannt. Eines der großen Highlights war der 1:0 Sieg in Portugal am ersten Spieltag. Der Weg zum Erfolg war jedoch ein steiniger. Nach dem Zusammenbruch des Kommunismus in Albanien Anfang der 90er Jahre sind viele talentierte Spieler abgewandert. Zwischenzeitlich rutschte das kleine Balkanland bis auf den 116. Platz der FIFA-Weltrangliste ab. Man versuchte dem, mit ausländischen Trainern wie dem Deutschen Hans Peter Briegel gegenzusteuern. Jedoch blieb es bei Achtungserfolgen, wie dem 2:1 gegen den frisch gekürten Europameister Griechenland oder einem 3:1 gegen Russland. Der Erfolg stellte sich aber erst ein, seitdem der Verband auf Spieler aus der albanischen Diaspora in Europa und albanische Spieler aus Kosovo oder Mazedonien setzt. Zu den Stützen im Team von Coach De Biasi – dem vor kurzem die albanische Staatsbürgerschaft verliehen worden ist – zählen der in Pristina geborene Kapitän Lorik Cana vom FC Nantes, der in Hanau geborene Innenverteidiger Mergim Mavraj vom 1. FC Köln oder der in Basel geborene Mittelfeldspieler Taulant Xhaka. Ein ganz besonderes Spiel wird der Auftakt gegen die Schweiz, denn dort spielt mit Granit Xhaka Taulants Bruder. Generell fiebern auf beiden Seiten einige Spieler diesem Match entgegen. Sechs Spieler aus dem albanischen Kader wurden in der Schweiz geboren. Auf Schweizer Seite spielen sechs Spieler mit albanischen Wurzeln. Topstar der Mannschaft ist neben Lorik Cana der 22-jährige Elseid Hysaj vom SSC Neapel. Auf beachtliche 37 Spiele in der Serie A hat es der Rechtsverteidiger letzte Saison gebracht und ist mit einem Marktwert von 12 Millionen Euro (Quelle: transfermarkt.de) der mit Abstand teuerste Spieler im Kader.

Egal wie De Biasis Mannen abschneiden werden, die Qualifikation ist bereits der größte Erfolg einer albanischen Fußball-Nationalmannschaft. Dass die Mannschaft für weitere Überraschungen gut ist, hat sie bereits in der Qualifikation gezeigt. Von den zwei Spielen gegen Frankreich – die als Testspiele gelaufen sind – endete eines Remis und eines konnte sogar mit 1:0 gewonnen werden. Frankreich wartet als zweiter Gegner auf die „Kuq e zi“.

Tor - gol
Torwart - Portier
Elfmeter - Penallti
Freistoß - Goditje e lirë
Eckball - Korne / Goditje kendi
Gelbe Karte - Karton i verdhë
Rote Karte - Karton i kuq
Sieg/Unentschieden/Niederlage - Fitore/Barazim/Humbje
Ey, Schiri! - Ej arbitër!
Der hat doch schon gelb - Po ai e ka një të verdhë
Das ist doch immer der selbe - Po kjo ëshjtë e njëjta gjë
Gaberln - xhonglim
Tunneln - = tunel/kalon topin per shale
Europameister - kampion Europe

Albanisch für Fußballfans

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Das in die Jahre gekommene Qemal-Stafa-Stadion in Albaniens Hauptstadt Tirana bietet Platz für circa 16.000 Zuschauer. Regierungschef Edi Rama hat nach der erfolgreichen Qualifikation zur Europameisterschaft angekündigt, sofort mit der Arbeit zum Bau eines neuen Stadions zu beginnen. Dort sollen laut Rama auch die Namen der Spieler auf goldenen Tafeln verewigt werden. Foto: BR | Astrit Ibro
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