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Rumäniens Nationalmannschaft beim Qualifikationsspiel gegen Finnland im Oktober 2015. Foto: picture-alliance | dpa

EM 2016 - Rumänien
Der Star ist der Trainer

Sucht man in der rumänischen Nationalmannschaft nach dem großen Star, muss man einen Blick auf die Trainerbank werfen. Denn dort sitzt mit Anghel Iordanescu nicht nur ein Mitglied der ruhmreichen Mannschaft von Steaua Bukarest – die 1986 gegen den FC Barcelona den Europapokal der Landesmeister gewonnen hat – sondern auch Rumäniens Trainer des Jahrhunderts. Bereits zum dritten Mal trainiert Iordanescu die „Tricolorii“. In seiner ersten Amtszeit schaffte es Rumänien bei der WM 1994 sogar bis ins Viertelfinale. Dort scheiterte die rumänische Elf erst im Elfmeterschießen an Schweden – das bis dato beste Ergebnis einer rumänischen Auswahl bei einem Fußball-Großereignis. Nun soll es Iordanecsu also wieder richten. Die Vorzeichen könnten jedoch unterschiedlicher kaum sein. Standen dem „General“ 1994 noch Ausnahmespieler wie Rumäniens Jahrhundertfußballer Gheorghe Hagi, Ilie Dumitrescu, Gheorghe Popescu oder Dorinel Munteanu zur Verfügung – die für das später zum Spiel des Turniers gewählte 3:2 gegen Argentinien im Achtelfinale sorgten – kommt es bei der Europameisterschaft auf das Kollektiv und das Spielsystem an. Beton anrühren lautet die Devise. Dies wurde schon bei der Qualifikation sichtbar. Mit lediglich zwei Gegentoren und ohne Niederlage schaffte Rumänien hinter Nordirland die direkte Qualifikation. Mit Färöer, Griechenland, Finnland und Ungarn sah man sich aber mit Mannschaften konfrontiert, die nicht für ihren offensiven Spielstil bekannt sind. Auf der anderen Seite hat Rumänien in zehn Spielen nur elf Tore erzielt. Umso überraschender für Fans und Experten endete das letzte Testspiel vor dem Turnier. Georgien wurde mit 5:1 vom Platz gefegt. Für einige Aufregung sorgte die Ausbootung von Alexandru Maxim für das Turnier. Stand der Kreativspieler vom VfB Stuttgart noch in neun von zehn Qualifikations-Spielen für Rumänien auf dem Platz, bekam er für den finalen Kader kein Leiberl mehr. Sein Berater sprach anschließend von einem hässlichen Verhalten seinem Mandanten gegenüber und führte persönliche Gründe Iordanescus für die Nichtnominierung ins Feld. Dass Maxim im Verein nicht regelmäßig zum Einsatz gekommen ist und wie die gesamte Stuttgarter Mannschaft großenteils schwache Leistungen abgeliefert hat, kam dem Berater wohl nicht in den Sinn.

 

Für den Erfolg beim Turnier soll aber nicht nur die starke Defensive sorgen. Für offensive Akzente soll der 23-jährige Nicolae Stanciu von Steaua Bukarest sorgen, der von den Fans der Nationalmannschaft zum beliebtesten Spieler gewählt worden ist.

 

In rumänischen Medien ist auch von einer „Invasion“ der Fans die Rede. Neben den Schlachtenbummlern aus dem eigenen Land werden vor allem die vielen rumänischen Gastarbeiter in Frankreich in den und um die Stadien erwartet.

 

Etwas zu früh gekommen ist das Turnier für einen anderen jungen Offensivakteur. Dem 17-jährigen Spieler des von Gheorghe Hagi trainierten F.C. Viitorul wird eine glänzende Zukunft vorausgesagt. Sein Name: Ianis Hagi, der Sohn von Gheorghe Hagi.

Tor – gol
Torwart – Portar
Elfmeter - Penalty / Lovitura de la 11 metri
Freistoß - Lovitura libera
Eckball - Corner / Lovitura de la colt
Gelbe Karte – Cartonas galben
Rote Karte – Cartonas rosu
Sieg/Unentschieden/Niederlage – Victorie/Egal/Infrangere
Ey, Schiri! – Hei, dom’ arbitru!
Das ist doch immer derselbe – E intotdeauna la fel
Der hat doch schon gelb – Mai luase un galben
Gaberln – A tine pe picior
tunneln - urechi
Europameister – Campion european
Ein verschobenes Spiel – blat

Rumänisch für Fußballfans

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In Rumänien wird momentan sehr viel mit der Nationalmannschaft geworben. Foto: BR | Calin Cosmaciuc
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