Diese Ausweise erhalten die Flüchtlinge in Harmanli. Sie sind drei Monate gültig und berechtigen zum Verlassen des Geländes. Foto: BR | Karin Straka

Lost in Bulgaria
Nur eine Zwischenstation für Flüchtlinge

Mehr als 5.300 Flüchtlinge haben in diesem Jahr bereits in Bulgarien Zuflucht gesucht. Die meisten wollen nicht bleiben, sondern weiter in den „Sozialstaat Europa“ ziehen. Bulgariens Flüchtlingspolitik hält sie nicht, sondern setzt auf noch mehr Zäune, noch mehr Polizei an den Grenzen und weniger auf Integration, für die Plan und Geld fehlen.

Ein Ortstermin in Harmanli, dem größten Flüchtlingslager Bulgariens, unweit der Grenzen zur Türkei und Griechenland: Die ehemalige Kaserne ist von außen frisch renoviert, innen wirkt sie  heruntergekommen. Andere Wohnbaracken stehen leer. Derzeit leben nur rund 120 Menschen auf der Flucht in Harmanli, meist aus Afghanistan, Syrien und Irak. Rund 100 bulgarische Beamte sorgen dafür, dass sie schnell einen Flüchtlingsstatus bekommen, denn die meisten Flüchtlinge „verschwinden“ dann aus Bulgarien. Auf eine mögliche Flüchtlingswelle im Sommer sei man gut vorbereitet. Mit EU-Geldern wurden Wohncontainer in einem umzäunten „Camp im Camp“ aufgebaut.

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Im Moment sind nur rund 120 Flüchtlinge im Lager in Harmanli. Dementsprechend wenig zu tun für das Wachpersonal. Foto: BR | Karin Straka
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