Alexander Van der Bellen(links) und Norbert Hofer am Abend des ersten Wahlgangs am 24.04.2016. Foto: picture-alliance | dpa

Hofer gegen Van der Bellen in der Stichwahl
Blau gegen Grün - Zweikampf in Österreich

In Österreich wird ein neuer Bundespräsident gewählt – und ganz Europa schaut hin. Denn als Favorit für die Stichwahl gilt der Kandidat der rechtspopulistischen FPÖ, Norbert Hofer. Er hat angekündigt, das Amt deutlich aktiver wahrzunehmen als alle Vorgänger. Laut Verfassung kann ein Bundespräsident die Regierung entlassen und so Neuwahlen herbeiführen. Hofer will, wenn er Präsident wird, künftig auch neben dem Kanzler an EU-Gipfeln teilnehmen – jedenfalls von Fall zu Fall. Alexander Van der Bellen, früherer Parteichef der Grünen, wird zwar auch von vielen Politikern anderer Parteien und Prominenz aus dem Kulturbereich unterstützt, doch er muss viel aufholen: im ersten Wahlgang hatte Hofer 35,1 Prozent erzielt, Van der Bellen 21,3 Prozent. Bis zu einem Viertel der Wähler galt bis zuletzt als unentschlossen. Mit Schließung der Wahllokale um 17 Uhr wird auch die erste Hochrechnung veröffentlicht.

Porträt Norbert Hofer

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Er könnte der jüngste und erste „blaue“, sprich freiheitliche, Bundespräsident der Zweiten Republik werden. Dabei war sein Alter just der Grund, wieso Norbert Hofer erst gar nicht antreten wollte. Er sei zu jung, hatte der 45-Jährige immer wieder in Interviews betont. Dann ließ er sich aber von Parteichef Heinz-Christian Strache überreden - sein Wahlkampf geriet zum scheinbar unaufhaltsamen Marsch der FPÖ in Richtung Hofburg. Norbert Hofer ist FPÖ-Vizechef und Dritter Präsident des österreichischen Parlaments. Foto: BR | Karin Straka
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Porträt Alexander Van der Bellen

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Vor der ersten Runde der Präsidentenwahl galt er noch als Favorit. Nach dem Überraschungssieg von Norbert Hofer vor vier Wochen muss der Ex-Parteichef der Grünen nun aufholen. Der 72-jährige Wirtschaftsprofessor, der offiziell als Unabhängiger antritt, tat sich in seiner zurückhaltenden Art im direkten Duell oft schwer. Trotz prominenter Unterstützung von vielen Kulturschaffenden und Politikern anderer Parteien bleibt die Frage, ob Alexander Van der Bellens Haltung pro Europa und pro Flüchtlinge mehrheitsfähig ist. Foto: BR | Karin Straka
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