NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg (Mitte), mit Rumäniens Premierminister Dacian Ciolos (rechts) und Rumäniens Außenminister Lazar Comanescu bei der feierlichen Inbetriebnahme der Raketenbasis. Foto: picture-alliance | dpa

NATO ärgert Russland
Raketenschild nimmt Gestalt an

Heute hat die NATO die erste von zwei Raketen-Abwehr-Basen eröffnet, und zwar im südrumänischen Deveselu. Die von den Amerikanern errichtete Base (Kosten 700 Millionen Euro) ist Teil des Raketenschirms, mit dem das westliche Militärbündnis angeblich Europa vor iranischen Mittelstrecken-Raketen schützen will.

Die Russen verstehen den Raketenschild dagegen als Drohung, zumal die zweite Raketen-Abwehr-Station in Polen, nahe der russischen Exklave Kaliningrad bis 2018 entstehen soll. Aus dem Kreml hieß es, man werde darauf reagieren, obwohl NATO-Generalsekretär Stoltenberg in Rumänien betonte: „Das ist nicht gegen Russland gerichtet“.

Das System besteht aus einer Radarstation in der Türkei, vier Kriegsschiffen mit Abwehrraketen in Südspanien und einer Kommando-Zentrale im rheinland-pfälzischen Ramstein – sowie den Abwehrbasen in Deveselu und in Nord-Polen. Mittelstreckenraketen sollen außerhalb der Erdatmosphäre zerstört werden. Die Russen stören weniger die Raketen, sondern das dazugehörige Radar-System. Das verschaffe dem westlichen Militärbündnis einen strategischen Vorteil, argumentiert Moskau. Wegen der aggressiven Politik Russlands will Rumänien, dass die NATO die „Ostflanke“ des Bündnisses stärkt.

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