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Bereits zum dritten Mal ist Stockholm Gastgeber des Eurovision Song Contest. Das Motto des 61. ESC lautet

Eurovision Song Contest 2016
Das zweite Halbfinale aus südosteuropäischer Sicht

Donnerstagabend findet das zweite Halbfinale des Eurovision Song Contest 2016 in Stockholm statt. Aus unserem Berichtsgebiet nehmen Serbien, Mazedonien, Slowenien, Bulgarien und Albanien teil. Eigentlich sollte auch Rumänien mit dabei sein, aber der rumänische Sender TVR wurde von der EBU von allen Dienstleistungen ausgeschlossen und kann somit auch keinen Teilnehmer zum diesjährigen Songcontest entsenden. Als Grund wurden ausstehende Zahlungen an die EBU von rund zehn Millionen Euro angegeben. Nachfolgend stellen wir die teilnehmenden Länder aus dem Berichtsgebiet vor.

Serbien: Sanja Vucic - "Goodbye (Shelter)"

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Die 22-jährige Arabistik-Studentin Sanja Vucic hat ihr Talent offenbar von ihren Eltern geerbt. Diese treten mit traditioneller serbischer Volksmusik in Restaurants und Kneipen auf. Sie bei ihrer musikalischen Orientierung einzuschränken oder zu beeinflussen, wollten ihre Eltern nie, erzählt Sanja gegenüber serbischen Medien. Ihre ersten Auftritte hatte sie mit 14 Jahren, sowohl im Kinder- und Kirchenchor, als auch in einer Ethno-Musiktruppe und einer Jazzband. Seit 4 Jahren singt sie in der Crossover-Band ZAA. Der auf englisch gesungene Song behandelt das traurige Thema Gewalt gegen Frauen und wurde von der bekannten serbischen Sängerin Ivana Peters – die zu Sanjas musikalischen Vorbildern gehört – geschrieben. Ihre Chancen auf das Finale stehen sehr gut.

Every time I say goodbye
You try to hold me by your side
Gotta fight my way out of your hands
Find the shelter from the pain

Sanja Vucic: Goodbye (Shelter)

Mazedonien: Kaliopi - "Dona"

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Bereits zum dritten Mal nimmt der Balkanstar der 80er Kaliopi Bukle am ESC teil. Nachdem es beim ersten Versuch 1996 aufgrund des Regelwerks nicht für die Show in Oslo reichte, schaffte sie im Jahr 2012 in Baku den 13. Platz. Die seit über 30 Jahren im Musikgeschäft tätige Kaliopi wurde intern vom Sender MKRTV als Starterin für Stockholm ausgewählt. Der Text zu ihrem Song „Dona“ stammt von Kaliopi selbst und handelt vom Dank an eine ganz besondere Person im eigenen Leben, welche immer bei einem ist, egal in welcher Situation man sich befindet. Komponiert wurde der in ihrer Muttersprache Mazedonisch gesungene Song von Romeo Grill, mit dem sie seit Beginn ihrer Karriere zusammenarbeitet. Der Einzug ins Finale ist gut möglich, ein Platz unter den ersten zehn scheint aber unwahrscheinlich.

Za se sto ti si mi dala
Od srce ti fala
Za seto minato vreme

Kaliopi: Dona

Slowenien: ManuElla - "Blue and Red"

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Die 1989 geborene studierte Musikproduzentin Manuella Brecko hat den slowenischen Vorentscheid mit nur 127 Stimmen Vorsprung im Televoting gewonnen. Mit 16 Jahren nahm sie an ihrer ersten Castingshow in Slowenien teil und versuchte sich später auch am deutschen Format „Das Supertalent“. Sie nahm bereits am Vorentscheid zum ESC 2012 teil, landete aber lediglich auf dem vierten Platz. Der Sinn des Textes hat sich nicht wirklich erschlossen, aber das ist beim ESC auch nicht wirklich notwendig. Das Halbfinale könnte sie überstehen, alles was danach kommt, wäre eine Zugabe.

‘Cause blue is blue and red is red
Our past is spinning in my head
But now the colour doesn’t matter
You feel blue and and I am better

ManuElla: Blue and Red

Bulgarien: Poli Genova - "If Love Was A Crime"

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Nach 2011 in Düsseldorf, nimmt Poli Genova in diesem Jahr zum zweiten Mal für Bulgarien am ESC teil. Als Teil des Trios „Melody“ nahm sie 2005 und 2006 am nationalen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest teil, ohne Erfolg. 2009 bewarb sie sich als Solointerpretin, wieder erfolglos. Erst 2011 hat sie es beim nationalen Vorentscheid geschafft. Nachdem Poli Genova die Musikschule in Sofia mit dem Schwerpunkt Klarinette abgeschlossen hat, studierte sie Filmregie. Am 21. November 2015 hat sie den Junior Eurovision Song Contest 2015 in Sofia moderiert. In Düsseldorf hatte es nicht für einen Platz im Finale gereicht, ihre Chancen stehen in diesem Jahr jedoch bedeutend besser. Für ihren Song „If Love Was A Crime“ verpflichtete man ein internationales Team aus Komponisten und Produzenten. Dieses besteht aus Borislav Milanov, Sebastian Arman, Joacim Bo Persson und Poli Genova selbst. Bei der Aufnahme des Liedes beteiligte sich auch der Hirtenflöte-Virtuose Teodosij Spassov. Sollte sie das Finale erreichen, ist eine Platzierung in den Top-Ten durchaus möglich.

Together we’re untouchable
You and me against the world
Together we’re invincible
They will never break us down

Poli Genova: If Love Was A Crime

Albanien: Eneda Tarifa - "Fairytale"

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Für Albanien geht das dritte Mal in Folge eine Solokünstlerin beim ESC ins Rennen. Dieses Mal ist es die 1982 geborene Eneda Tarifa. Tarifa konnte die Jury beim traditionsreichen Musikwettbewerb „Festivali i Këngës“ überzeugen und den ersten Platz erreichen. Mit „Fairytale“ singt sie in Stockholm die englische Variante ihres Siegersongs. Schon vorher nahm sie an diversen Gesangswettbewerben teil und konnte 2010 die Castingshow „Top Fest“ gewinnen. Im Jahr 2014 wurden Homophobie-Vorwürfe gegen Tarifa laut, weil sie den Sieg von Conchita Wurst negativ kommentierte. Die Entrüstung war groß. Tarifa aber antwortete, sie sei gegen jede Art von sexuellem, politischem, religiösem, regionalem oder rassistischem Exhibitionismus auf Kosten der Kunst. Sollte sie in das Finale einziehen, wäre das schon eine riesige Überraschung

And that’s why I love you, oh oh
Yes, I love you, oh oh
And I’d fight for you
Give my life for you, my heart

Eneda Tarifa: Fairytale
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