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Der K. u. K. Hofbarbier in der Operngasse in Wien blickt auf eine lange Tradition zurück. Foto: BR | Jan Heier

Vollservice wie zu Kaiserzeiten
Der K&K Hofbarbier von Wien

Arsalan Babapour setzt auf Tradition. Seinem zwölf Quadratmeter großes Friseurgeschäft heißt seit mehr als 150 Jahren „K. u. K. Hofbarbier“. In der Operngasse 10 hat sich schon Kaiser Franz Joseph erst den Schnurr-, dann den Vollbart trimmen lassen. Hier herrscht noch kaiserliche Atmosphäre: dunkel Mahagoniholzvertäfelung, ein raumhoher Glasschrank mit Setzkastenutensilien und  barocke Nackte an der Decke. Zur Stammkundschaft gehören diverse Opernschauspieler und Kabarettisten, der inzwischen verstorbene Heinz Werner Schimanko ging hier ein und aus. „Seit zwei, drei Jahren ist das Barttragen aber besonders populär“, bestätigt der Perser, der extra für seine zu 90 Prozent männliche Kundschaft ein Gemälde mit sich räkelnden nackte Damen an den Plafond malen ließ – zur „Entspannung“ meint er, während der Barbier mit Messer und Schere den Kunden an „den Hals“ geht.

Termine braucht man bei Babapour nicht, am besten spontan vorbeischauen. Ob Schnauzer oder Dreitagebart – bis vor wenigen Jahren waren barttragende Männer eher die Ausnahme im Stadtbild. Wer dennoch einen schnellen Barttrimm brauchte, war beim türkischstämmigen Friseur des Vertrauens ganz gut beraten. Doch nichts geht über den K&K Vollservice in der Wiener Operngasse, meint auch Bartträger Jan Heier, dem Kollegin Karla Engelhard beim kaiserlichen Barttrimmen begleitet hat.

Wer einen Bart hat, ist mehr als ein Jüngling, und wer keinen hat, weniger als ein Mann

William Shakespeare

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Mit spitzer Klinge rückt Arsalan Babapour dem Bart zu Leibe "Aber bitte nur die Spitzen schneiden". Foto: BR | Karla Engelhard
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