Beim UEFA-Kongress in Budapest wurde die Aufnahme des Kosovo mit knapper Mehrheit beschlossen. Kosovarische Journalisten feiern dies. Foto: picture-alliance | dpa

Kosovo darf mitspielen
Das Balkanland wird UEFA-Mitglied

Die Entscheidung war knapp, die Kontroverse vorher heftig. 28 zu 24, zwei Stimmen waren ungültig. Aber es reichte. Kosovo ist jetzt Mitglied Nr. 55 der UEFA. Daraufhin hatten die Kosovo-Albaner lange hingearbeitet. Der kosovarische Verbandschef Vokrri appellierte an die UEFA-Funktionäre, der Jugend seines Landes die Chance zu geben, Fußball zu spielen. Eine Mitgliedschaft des Kosovo in der UEFA könne zur Versöhnung in der Region beitragen.

Gegen die Aufnahme des kleinen Balkanlandes stimmte Serbien, das die Unabhängigkeit des Kosovo nicht anerkennt. Der Präsident des serbischen Fußballverbandes, Tomislav Karadzic, sagte, der Fußball müsse vor der Politik bewahrt werden, betonte gleichzeitig aber, die „Integrität seines Landes zu schützen“. Die Serben werfen der UEFA vor, gegen die Regularien verstoßen zu haben. Denn das Kosovo – seit 2008 unabhängig – ist zwar von mehr als 100 Staaten anerkannt worden, aber kein UNO-Mitglied. Auch die Schweizer haben Bedenken, denn viele Stars der eigenen Nationalmannschaft stammen aus dem Kosovo. „Sie werden sich im Zweifel nicht für, sondern gegen eine Nation entscheiden“, befürchtete der Schweizer UEFA-Vertreter.

Im Kosovo selbst wurde die Entscheidung mit Begeisterung aufgenommen. Tenor: Es gebe viele Talente, die jetzt international auf dem Rasen ihre Klasse beweisen könnten. „Kosovo wird der Welt Spaß machen“, glaubt der junge Taulant. In der nächsten Woche will der kosovarische Fußball-Verband noch mehr: Mitglied des Weltfußballverbandes FIFA werden. Gelingt das,  könnte die Kosovo-Elf schon bei der WM-Qualifikation im Herbst mitmachen.

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Auf dem 40. UEFA-Kongress in Budapest wurde das Kosovo als 55. Mitgliedsland in die UEFA aufgenommen. Am 13. März entscheidet die FIFA über die Aufnahme des Kosovo.
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