Die Statue des Prometeus und die ewige Flamme für die Gefallenen Mazedoniens als Ziel der 'bunten Revolution'. Foto: BR | Sasko Golov

Die Staatskrise schwelt weiter
"Bunte Revolution" in Mazedonien

Die EU droht mit Sanktionen, um Mazedoniens Abgleiten ins Chaos zu verhindern. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier warnt den Balkanstaat, sich den Weg in die EU und die NATO zu verbauen. Auslöser der Krise waren die Vorwürfe der Opposition gegen den inzwischen zurückgetretenen Ministerpräsidenten Nikola Gruevski. Er soll demnach das Abhören von mehr als 20.000 Oppositionellen angeordnet haben.

 

Zu heftigen Straßenprotesten kam es als der Gruevski nahe Präsident Gjorge Ivanov eine Amnestie für 56 mutmaßlich in den Abhörskandal verwickelte Personen erließ. Seit gut zwei Wochen gehen tausende Mazedonier auf die Straße. Jetzt wird daraus die „Bunte Revolution“, da die Demonstranten die Bauten von Skopje mit Farbbomben bewerfen. Die Regierung bezeichnet die Demonstranten als Hooligans, die angeblich historische Monumente beschädigen. Zwei Oppositionsführer wurden verhaftet und erhielten Hausarrest.

Lade Inhalte

Lade Inhalte Lade Inhalte
Der Triumphbogen "Porta Makedonija" von den Demonstranten aus Unmut mit Farbbeuteln beworfen. Foto: BR | Sasko Golov
0:00 | 0:00

Proteste in Skopje, Mazedonien, April 2016

Video: BR | Sasko Golov

„Ihr filmt uns und zählt wie viele wir sind, aber wir zählen den Rest eurer Zeit. Euer Ende ist nah und ihr könnt es nicht verhindern. Wir werden jeden Tag um 18:00 zusammentreffen – so lange es keine Strafverfolgung gibt werden wir keine Ruhe geben“ sagt der Mann von „Protestiram“.

Im Lied wird Gruevski ins Gefängnis gewünscht.

Was Sie noch interessieren könnte

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.