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Plakat des Fragments-Filmfestivals in Graz. © Fragments Kulturverein

Flucht und Krise
"fragments - Menschrechts - Filmfestival" in Graz

Es ist die Zeit der kleinen Filmfestivals in Österreich; letzte Woche ging das „Crossing Europe Festival“ zu Ende und zum ersten Mal in diesem Jahr das „Fragments – Filmfestival der Menschenrechte“ in Graz. 15 Jahre nachdem sich die Stadt Graz zur „europäischen Stadt der Menschenrechte“ erklärt hat, nimmt sich das neue Filmfestival Aspekten dieses hochaktuellen Themas an.

 

Gezeigt wurden 45 Kurz-, Dokumentar- und Spielfilme, internationale und österreichische Produktionen, darunter als Eröffnungsfilm der erst kürzlich bei der Berlinale ausgezeichnete Film Fuocoammare von Gianfranco Rosi. All diese Filme erzählen Fluchtgeschichten und werfen Fragen nach Menschlichkeit und Würde auf. Sie beschrieben somit den Schwerpunkt des Festivals: Flucht und Krise.

 

Dabei wurden ganz neue, aber auch ältere Filme gezeigt. So ist vielen gar nicht bewusst, dass ein Klassiker der Filmgeschichte gleichzeitig ein Fluchtfilm ist: Casablanca (1942) von Michael Curtiz. In The Crossing (2015) landet das Festivalpublikum wieder in der nicht minder dramatischen Gegenwart. Im Film von George Kurian dokumentierte eine Gruppe syrischer Flüchtlinge ihre lebensgefährliche Flucht, die sie mit dem Boot schließlich bis nach Lampedusa brachte, selbst.

 

Im Rahmen des Festivals wurde gemeinsam mit dem Festivalpartner ETC (European Training and Research Centre for Human Rights and Democracy) ein Kurzfilmpreis ausgelobt. Gewinnen konnte der Film „Helden der Armut“ von Gregor Fischer, eine Studie über in Graz bettelnde Menschen.

 

Den zweiten Platz erreichte das Portrait „Angekommen“. Alexander Baldele und der Mitarbeiter des ARD-Studios Wien Adrian Klinkan haben Ruth Seipel, die nach den Filmaufnahmen mit dem Menschenrechtspreis der Stadt Graz ausgezeichnet wurde, bei ihrer Arbeit mit unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingen begleitet.

 

Ihre Bedingungen an die Jugendlichen sind klar und unmissverständlich: „Du kannst nur mitspielen, wenn du etwas machst: entweder gehst du in einen Kurs, gehst auf eine Schule oder bist auf Lehrstellensuche. Tust du nichts, hast du bei uns nichts verloren“, sagt Ruth Seipel. Sie ist Leiterin des Vereins Mentorus, der mehrere Projekte unterstützt. Eines davon dreht sich um Fußball, genauer um den „FC Gute Freunde“.

Konzept und Gestaltung: Alexander Baldele, Adrian Klinkan

Kamera: Lizz Krobath, Michael Friedrich, Adrian Klinkan

Ton: Caroline Oechs, Peter Koch

Schnitt: Adrian Klinkan

Sprecher: Adrian Klinkan

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Kommentare (1)

Lieber Adrian!

Es war für mich und die Jungs von Mentorus eine ganz tolle Zeit mit Euch allen. Danke für den sehr gelungenen Kurzfilm und Euer / Dein Engagement dabei.
Schön Dich und Alex kennengelernt zu haben und auf weitere feine Gespräche / Projekte mit Euch!

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