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Bei den vorgezogenen Wahlen erreichte die Fortschrittspartei von Premierminister Aleksandar Vucic die absolute Mehrheit. Foto: picture-alliance | dpa

Vucic gewinnt die Wahl
One-Man-Show in Serbien

Dass er die Wahl gewinnen würde, war klar. Aleksandar Vucic und seine Fortschrittspartei blieben zwar knapp unter der 50-Prozent-Marke, trotzdem reicht es für die absolute Mehrheit im Parlament. Das liegt am Wahlrecht. Das begünstigt die stärkste Partei. Die Stimmen der Kräfte, die an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, kommen ihr zugute. Nach Auszählung von knapp 98 Prozent der Stimmen hat die Fortschrittspartei mehr als die erforderlichen 126 Mandate. (Quelle: Staatliche Wahlkommission, Wahlforschungsgruppe CESID).

Auf Platz Zwei landeten die Sozialisten um Außenminister Dacic, bisher Juniorpartner in einer Koalitionsregierung mit Premier Vucic. Drittstärkste Kraft wurden die Rechtsradikalen um den ehemaligen Freischärler Vojislav Seselj, sie erzielten knapp 8 Prozent der Stimmen. Seselj propagiert ein Großserbien, ist gegen die EU und für eine Annäherung Serbiens an Russland. Ende März war er vom Kriegsverbrechertribunal in Den Haag in erster Instanz freigesprochen worden.

Vucic sieht den Wahlsieg als Bestätigung seiner pro-europäischen Politik und kündigte Einschnitte an. „Der Weg wird nicht mit Rosen übersät sein“, sagte Vucic noch am Wahlabend. Wirtschaftsexperten vermuten, dass er Reformen im Staatssektor vermeiden wird, da er als Pool zur Belohnung treuer Parteianhänger dient.

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Seselj überlagerte zwar den Wahlkampf, seine Radikalen wurden aber mit knapp 8 Prozent nur drittstärkste Kraft im Parlament. Foto: BR | Stephan Ozsváth
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