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„Die Weisheit der Erde“. Foto: Veronica Danila

Eine Brancusi-Skulptur bewegt Rumänien
Sechs Millionen Euro Spenden für ein Kunstwerk?

Einen solchen Aufruf gab es in Rumänien noch nie und er hat eine heftige Debatte ausgelöst: die Regierung hat die Bürger des zweitärmsten EU-Landes aufgerufen, sechs Millionen Euro für den Ankauf einer Skulptur von Constantin Brancusi (1876-1957) zu spenden. Der in Rumänien geborene Bildhauer lebte zwar die meiste Zeit in Paris, während der kommunistischen Diktatur in Rumänien war er als „dekadent“ verpönt, doch gerade deshalb gilt Brancusi heute als eine Art Nationalheiliger. Es geht um die berühmte Plastik „Die Weisheit der Erde“, eine kauernde nackte Frauenfigur, 1907 in Paris entstanden, 1911 von einem rumänischen Privatsammler gekauft, 1957 vom kommunistischen Regime beschlagnahmt, 2012 an die Erben des ursprünglichen Besitzers zurückgegeben. Jetzt will Kulturminister Vlad Alexandrescu die Skulptur für insgesamt elf Millionen Euro ankaufen, fünf Millionen sollen aus der Staatskasse kommen, der Rest eben aus Spenden der breiten Bevölkerung. Die Debatte in den sozialen Medien und eine ARD-Umfrage zeigen: obwohl viele Rumänen schimpfen, am besten sollten die korrupten Reichen im Lande zahlen, sind selbst Studierende und Rentner bereit, ihren Teil zur Sicherung des nationalen Kulturerbes beizutragen. Die Spendenaktion für den „Popstar“ Brancusi scheint Aussicht auf Erfolg zu haben.

 

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Statue ,,Weisheit der Erde" Foto: Veronica Danila
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