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Etwa 400 Flüchtlinge weigern sich in das Lager zu gehen. Stattdessen kampieren sie in kleinen Zelten im Niemandsland zwischen Mazedonien und Serbien. Foto: BR | Schaban Bajrami

Flüchtlinge in Mazedonien
Gestrandet in Tabanovce

Die Situation für die etwa 1.500 Menschen in Tabanovce an der mazedonisch-serbischen Grenze ist absurd. Die Hälfte von ihnen sind Afghanen, die noch mit gültigen Papieren über Gevgelija nach Mazedonien einreisen durften. Doch dann war plötzlich die Balkanroute dicht – und die Flüchtlinge saßen fest. Und nun ? Keiner weiß es.

Ein gefundenes Fressen für die Schlepper. Sie wittern schon ein gutes Geschäft. Hoffnungslosigkeit lässt die Versprechen der Menschenschmuggler in schillernden Farben erscheinen. Sie beteuern, sie würden die Gestrandeten in andere europäische Länder bringen.

Die Balkanroute bleibt langfristig dicht, das ist die Position der Österreicher, und die wird von den anderen Staaten entlang der Balkanroute mit Leben gefüllt. Und mehr noch: Die Regierung in Wien will jetzt auch weitere Grenzen schließen, damit den Schleppern das Handwerk schwerer gemacht wird. Insbesondere die Route über Italien rückt in den Focus. Aber auch die über Bulgarien. Dort will die Regierung in Wien – wie schon in Mazedonien – „unterstützen“. Das Credo des österreichischen Bundeskanzlers: „Menschlichkeit und Kontrolle“. Gleichzeitig gibt man in Wien auch zu, drastische Bilder zur Abschreckung produzieren zu wollen.

Ärzte ohne Grenzen warnt davor, die Situation in Idomeni sei lebensgefährlich für die Kinder. Die meisten sind Frauen und Kinder.

Heute sind drei Flüchtlinge bei einem Versuch, illegal über die griechisch-mazedonische Grenze bei Idomeni-Gevgelija zu gelangen, ertrunken. Am Nachmittag machten sich etwa tausend Flüchtlinge auf eigene Faust auf den Weg Richtung mazedonische Grenze.

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Serbien ist das einzige Land auf der Balkanroute, dass keinen Stacheldraht oder Zaun an der Grenze aufgebaut hat. Foto: BR | Schaban Bajrami
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