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Katastrophale Zustände in Idomeni
„Merkel, open the border“

Die Bilder sind herzergreifend: In kleinen Zelten campieren die Flüchtlinge in Idomeni, direkt am mazedonischen Grenzzaun. Der Boden ist nass, die Zelte durchweicht, Männer, Frauen und Kinder trotten durch Pfützen, es regnet unablässig.

 

Bis zu 14.000 sind es, die vor dem mazedonischen Grenzzaun gestrandet sind. „Made in EU“ haben einige an die Sperre gepinnt und drücken damit ihre tiefe Enttäuschung über die europäische Flüchtlingspolitik aus. Andere berufen sich auf die Bundeskanzlerin Merkel, bitten sie, die Grenze doch zu öffnen. „Open the border“ ist auf ein Zelt gemalt.

 

Viele Familien sind es, die hier im Regen seit Tagen warten. Laut UN-Flüchtlingshilfswerk sind mehr als 130.000 Flüchtlinge seit Anfang des Jahres über die Ägäis gekommen, 38 Prozent sind Kinder. Sie sind es auch, die besonders unter den Zuständen leiden.

 

Aber es gibt auch die, die schon längst resigniert haben. Während in Wien Österreichs Innenministerin Mikl-Leitner zu Protokoll gibt, dass die Balkanroute langfristig geschlossen bleibt, verlassen die ersten Flüchtlinge bereits Idomeni in Richtung Athen, einer will sogar zurück nach Syrien, zieht den Krieg den Zuständen an der mazedonischen Grenze vor.

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Jörg Brandscheid aus Idomeni
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Flüchtlingslager Idomeni (09.03.2016)

Kamera: Schaban Bajrami

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Kommentare (1)

Lydia Gröbner am

Hallo,
man sollte die gestrandeten Menschen motivieren, in ordentliche Auffanglager zu gehen. Die Direkthilfe vor Ort mit Schlafsäcken, Isomatten und trockener Kleidung allein hilft ihnen nicht weiter. Sie brauchen die verbindliche Zusage, dass sie in einem Camp registriert werden und ihren Asylantrag stellen können, bevor sie möglicherweise in die Türkei zurückgeschoben werden. Nur ein transparentes und faires Verfahren nach der Genfer Flüchtlingskonvention kann den Verzweifelten helfen. Frau Merkel allein wird sie nicht retten können. Sie kann aber durch entsprechende Strukturen dazu beitragen, dass den Flüchtlingen in Griechenland geholfen wird. Statt Soldaten und Polizei an der Grenze zu postieren, sollte man Helfer (Verwaltungsleute und Ehrenamtliche) schicken, die den Menschen helfen, Orientierung zu finden. Das kann aber nur gelingen, wenn sich alle Verantwortlichen an ihre Zusagen halten. Von der Untätigkeit vieler anderer EU-Staaten sollte sich Deutschland nicht abhalten lassen.
Lydia Gröbner
Frammersbach

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