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Laszlo Teleki hütet seit fast 50 Jahren Schafe. Foto: BR | Stephan Ozsváth

Man kann davon leben
Schafzüchter in Rumänien

Es ist ein hartes Leben als Schäfer. Um vier Uhr morgens aufstehen, oft noch bis Mitternacht Melken, Käsemachen. Bei Wind und Wetter draußen bei den Tieren sein, Nachts in einer kleinen Koje schlafen – immer ein Auge auf die Schafe, denn in Siebenbürgen gibt es viele Bären und Wölfe. „Die Bären greifen sich vielleicht ein, zwei Schafe“, sagt Züchter Ferenc Horvath, „aber die Wölfe sind Killer“.

Fünfzehn Hunde bewachen deshalb die drei Herden des Siebenbürgers, insgesamt 700 Schafe. Er packt auch selbst mit an, die meiste Arbeit macht jedoch eine Schäferfamilie, die Telekis – Vater, Mutter, zwei Söhne. Vater Laszlo Teleki ist nur acht Jahre zur Schule gegangen, seit fast fünfzig Jahren macht er den Job schon. 3500 Euro verdient die Familie im Jahr, hinzu kommt Verpflegung und Zigaretten. Außerdem dürfen die Telekis 30 eigene Schafe mit bei der Herde von Horvath halten. „Die Jungen wollen lieber rumstreunen oder klauen“, sagt der 65-jährige Teleki.

Für seinen Chef lohnt sich das Geschäft, dank der EU-Subventionen. Bis zu 11 Euro pro Schaf kann ein Züchter wie Horvath bekommen. Wer eigene Weiden hat, der bekommt ein Vielfaches. Gut 60.000 Rumänen leben davon. Exportiert wird in arabische Länder. In den letzten zehn Jahren hat sich der Schaf-Bestand in Rumänien fast verdoppelt. “Das liegt den Rumänen im Blut“, sagt der ungarisch-stämmige Horváth anerkennend, „sie sind die besten Schäfer“.

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Foto: BR | Stephan Ozsváth
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Kommentare (2)

Trebitsch am

Vater „Teleki“ ist ein Ungar und Herde von „Horvath“ Herr Horvath auch ein Ungar 🙂

    Studio Wien am

    Sehr geehrter Herr Aszalos, die beiden stammen aus der Gegend von Miercureia Ciuc (ung. Csíkszereda). Sie sind zwar ungarisch-stämmige Gesprächspartner und das Interview wurde auch auf Ungarisch geführt. Die Region gehört aber heute zu Rumänien, auch wenn dort eine große ungarische Minderheit lebt. Mit freundlichen Grüßen, das ARD-Team.

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