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Susanne Glass und Michael Mandlik vor dem Parlamentspalast in Bukarest. Foto: BR

In eigener Sache
Mein Entree im Studio

Neudeutsch müsste man wohl „supernett“ sagen. Aber genauso hatte ich das empfunden, als ich als bereits nominierter ARD-Korrespondent für das Studio Wien damals noch als Redaktionsleiter der Redaktion Kirche und Welt in meinem Büro im Haus 11 in Freimann saß und einen Anruf von Dr. Susanne Glass bekam, der amtierenden Studioleiterin Fernsehen im ARD Studio Wien/Südosteuropa.

Sie gratulierte mir zu meinem neuen künftigen Job und fragte mich, ob ich mir vorstellen könnte, mein künftiges Berichtsgebiet in Südosteuropa nicht schon mal frühzeitig in Augenschein zu nehmen – so dass ich schon mal einen Einblick bekäme und ein Gefühl für Land und Leute.

Nun geschah dies aber nicht zu irgendeinem Zeitpunkt, sondern just dann, als das gesamte ARD Studio Wien medial im – Achtung neudeutsch – „Superstress“ war und bis unters Dach beschäftigt mit den ersten schwierigen Wochen der Flüchtlingskrise auf dem Balkan und in Österreich. Auch Susanne Glass war praktisch ohne Pause mit aktuellen Berichten und Liveauftritten auf allen Kanälen der ARD und der dritten Programme präsent.

„Ja, gerne“, sagte ich, „aber Sie haben doch jetzt alle Hände voll zu tun mit der aktuellen Berichterstattung!“ „Kein Problem“, entgegnete sie, „das kriegen wir schon auf die Reihe…“ Ich war zutiefst beeindruckt, denn als ebenfalls langjähriger ARD Korrespondent weiß ich um die enormen Anforderungen, die während solcher Zeit in vielfältiger Weise auf die verantwortlichen Studio-Reporter hereinprasseln. Umso neugieriger war ich, ob mein Entree in die Gefilde des ARD Studios Wien terminlich dann auch tatsächlich klappen würde.

Es klappte hervorragend und auch gleich mehrfach: Susanne Glass organisierte Kurztrips nach Belgrad und Sarajevo, nach Bukarest und Sofia, in deren Verlauf ich auch Gelegenheit bekam, die dort ansässigen Mitarbeiter, sprich die für das ARD Studio Wien/Südosteuropa tätigen Stringer kennenzulernen – für mich sehr lehr- wie aufschlussreiche Tage, denn vieles versteht man einfach besser, wenn man sich vor Ort über politische, wirtschaftliche, religiöse und kulturelle Zusammenhänge ein Bild machen kann. Gleichzeitig war ich fasziniert von der vielfach überwältigenden Schönheit der Landschaften in Serbien, Bosnien-Herzegowina, Rumänien und Bulgarien. Mein Interesse war nun vollends entfacht. So führte mich nach meiner Rückkehr nach Deutschland der nächste Weg in ein Buchgeschäft, wo ich mich reichlich eindeckte mit aktueller Literatur über die Länder des Balkan. Dabei hatte ich die anderen acht der insgesamt zwölf Länder, über die das ARD Studio Wien/Südosteuropa berichtet, noch gar nicht gesehen – jedenfalls nicht in meiner Funktion als zuständiger ARD Korrespondent.

Das sollte sich schnell ändern, wenn auch aus dem immer noch dramatisch zu nennenden Anlass heraus: die Flüchtlingskrise, festzumachen an der sogenannten Balkanroute, ließ mich speziell unter diesem Blickwinkel auch die Gegebenheiten in Mazedonien, Kroatien ,Slowenien, Ungarn und natürlich auch Österreich bis hin zu den Grenzübergängen nach Deutschland kennenlernen – sicher nur eine von vielen Facetten, die aber das öffentliche Interesse gegenwärtig speziell unter diesen aktuellen Gesichtspunkten bündelt.

Es wird also auch weiterhin viel zu berichten geben aus dem ARD Studio Wien über Südosteuropa, einer Region, zu der ich – der Kollegialität von Susanne Glass sei Dank – schnell und unkompliziert Zugang gefunden habe.

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