Kinder, Frauen und Männer fliehen weiterhin über die Balkanroute, trotz des Wintereinbruchs mit heftigen Schneestürmen. Foto: BR | Till Rüger

Auf der Balkanroute
Flucht bei klirrender Kälte

Tausende Kinder, Frauen und Männer fliehen weiterhin über die Balkanroute, trotz des Wintereinbruchs mit heftigen Schneestürmen. Zwar sind die Flüchtlingslager überall auf der Balkanroute, wo die Flüchtlinge schlafen und essen können, beheizt. Doch, draußen, an den Grenzen zwischen Mazedonien, Serbien und Kroatien müssen sie in der Eiseskälte warten. Jeder ist daher froh, wenn er warme Kleidung überreicht bekommt, wie etwa heute Morgen im Lager Tabanovce in Mazedonien, nahe der serbischen Grenze: Flüchtlinge, die sich von Tabanovce aus auf den Weg weiter nach Norden, nach Serbien und Kroatien, aufmachten, erhielten Decken und warme Schuhe.

Überglücklich ist auch jeder, der es so schnell wie möglich schafft, den nächsten Zug oder Bus zu erwischen – etwa von Presevo in Südserbien weiter nördlich nach Sid, dem serbisch-kroatischen Grenzort, wo alle, nach einer kurzen Verweildauer mit dem Zug nach Kroatien und Österreich weiterkommen können, wo derzeit täglich circa 3.000 Menschen ankommen. Die meisten wollen weiter nach Deutschland, ebenfalls so schnell wie möglich. Nicht nur wegen der Kälte. Es ist auch die Angst vor der Abschottung Europas.

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