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18. Dezember 2015

Der Machismo der Regierung Orban in Ungarn

Die ungarische Regierung - ganz ohne Frauen. Foto: picture alliance | dpa (vom 06.06.2014, Verteidigungsminister Hende 3. v.l. wurde mittlerweile ersetzt - durch einen anderen Mann)
Die ungarische Regierung – ganz ohne Frauen. Foto: picture alliance | dpa (vom 06.06.2014, Verteidigungsminister Hende 3. v.l. wurde mittlerweile ersetzt – durch einen anderen Mann)

In Ungarn regieren echte Kerle. Und die wissen, was Frauen tun sollen: Gebären. So hat es der Parlamentspräsident Laszlo Köver auf dem Parteitag der Regierungspartei Fidesz formuliert. In Ungarn solle keine Gesellschaft entstehen, in der „feminine Männer vor männerhassenden Frauen zittern“, für die Familie und Kinder nur ein Hindernis auf ihrem Selbstverwirklichungstrip seien. Ins gleiche Horn stieß auch Fidesz-Barde Akos Kovacs. Der Sänger legte im Fernsehen nach und fand, es sei „nicht Aufgabe der Frauen, das gleiche wie ein Mann zu verdienen“. Kinder, Küche, Kirche also.

Ein Sturm der Entrüstung brach los. Politikerinnen äußerten parteiübergreifend ihre Kritik, sie wollen sich nicht von Männern vorschreiben lassen, wie sie zu leben haben. Die Ungarische Telekom kündigte den Sponsorenvertrag mit dem Sänger Akos. Und die Regierung? Stellte sich hinter Akos und kündigte ihrerseits die Verträge mit der Telekom, spricht von einer „Meinungsdiktatur“.

Im Kabinett Orban sitzt keine einzige Frau. In Ungarn verdienen Frauen 20 Prozent weniger als Männer. In diesem Klima gedeiht auch Gewalt. Mehr als 400.000 ungarische Frauen haben Gewalterfahrungen gemacht.

Kommentare (3)

Iréne S. am

Lieber Herr Ozsvàth. Noch ein kurze Frage.

Heisst es das in der liberalen Österreich für Frauen eigentlich schlimmer geht ist als in Ungarn?
Die österreichische Bevölkerung setzte sich im Jahr 2009 durchschnittlich aus: 4.290.174 Frauen (51,30 % der Gesamtbevölkerung) und 4.072.866 Männern (48,70 %) zusammen. (Wikipedia)
Sollte der Studie der Europäischen Grundrechteagentur (FRA) stimmen, so haben in Österreich 429’017 Frauen Gewalterfahrungen gemacht. ( Sie rechnen 400.000 in Ungarn von insgesamt 9.908.798 (2013) Einwohner 52% Frauen)
Heisst es das in der liberalen Österreich eigentlich für Frauen schlimmer geht ist als in Ungarn?

Iréne S. am

Lieber Herr Ozsvàth, Gewalt gegen Frauen wird zum europäischen Problem.
Ja, aber ein wichtiger Punkt wird hier vergessen. Wo ist die selbe Studie nur mit der Gewalt gegen Männer?
Eine aktuelle Studie offenbart: Sexuelle und psychische Gewalt in der Partnerschaft sind in Europa viel weiter verbreitet als bisher angenommen. Dabei dürfte die Dunkelziffer noch viel höher liegen.
Jede zehnte Frau zwischen 18 und 74 Jahren hat demnach seit ihrem 15. Lebensjahr sexuelle Gewalt erfahren, jede zwanzigste wurde vergewaltigt. Zu diesem Schluss kommt eine in März 2014 veröffentlichte Studie der Europäischen Grundrechteagentur (FRA), die ihren Hauptsitz in Wien hat.

Maros Csaba am

Stephan Ozsváth Sie Hassen Ungarn, oder wissentlich verdrehen alles, oder sie haben die falsche freunde, bekannte die Ihnen die Nachrichten Lifern! In unsere Regierung nicht wissentlich sind keine Frauen sondern zufellig! Ihr liberalen verdreth alles,aber der götterdemerung ist schon da euere Einflus ist bald zu ende! Traurig aber war euere Medien nicht Lügen direkt, aber berichten einseitig, verdrehen, verschweigen.Bei uns darf mann sogar straffrei Den kunststoff Kopf von Orban auf der Strasse entlang treten von liberalen! Darüber haben sie natürlich nicht berichtet! berichtet! Das die ekstreme rechte auf vormarsch ist euch zu verdanken!

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