Archiv
4. Dezember 2015

Gestrandete Flüchtlinge – Chaos an der Grenze zu Mazedonien

https://soundcloud.com/ard_studio_wien/gestrandete-fluchtlinge-chaos-an-der-griechisch-mazedonischen-grenze-autor-ralf-borchard/s-8idit

Die Lage an der griechisch-mazedonischen Grenze droht zu eskalieren. Mazedonien lässt seit zwei Wochen nur noch Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und Afghanistan einreisen. Tausende Menschen aus anderen Ländern wie Iran, Pakistan, Marokko und Somalia sind am Grenzübergang Idomeni/Gevgelija gestrandet. Wut und Verzweiflung wachsen. Gestern kam ein Marokkaner durch den Stromschlag einer Hochspannungsleitung ums Leben. Stundenlang war der Grenzübergang durch protestierende Flüchtlinge völlig blockiert. Polizisten, auch Mitarbeiter von Hilfsorganisationen wurden attackiert. „Ich bleibe hier, bis ich weiterkomme, zur Not ein Jahr, zwei Jahre, drei Jahre“, ruft ein wütender Marokkaner. „Ich war sieben Jahre im Gefängnis, ich kann nicht zurück“, sagt ein verzweifelter Iraner. „Wir haben kein Geld, helft uns“, bittet ein junger Mann aus Somalia. UNHCR-Helfer warnen vor der Winterkälte und wachsendem Chaos – und davor, dass Grenzschließungen Flüchtlinge nur in die Hände krimineller Schlepper treiben.

https://youtu.be/uB7_aMAYQ70

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.