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20. November 2015

Der Balkan – Tummelplatz für Dschihadisten

Die Welt schaut in diesen Tagen vor allem nach Paris: Die Nachwehen der schrecklichen Anschläge sind immer noch zu spüren – auch in den Medien. Kaum beachtet dagegen: In dieser Woche hat es auch einen Anschlag bei Sarajevo gegeben, der eine islamistische Handschrift trägt. Ein 34-Jähriger erschoss zwei bosnische Soldaten und sprengte sich anschließend selbst in die Luft. In seiner Wohnung fanden die Ermittler „Schriften und eine Art Tagebuch, die den IS rühmen“, so der bosnische Innenminister Mektic.

Etwa 200 Bosnier haben sich dem IS angeschlossen, auch aus dem Kosovo, Albanien, Mazedonien und dem Sandschak sind Kämpfer nach Syrien und den Irak gegangen. Der IS rekrutiert auf dem Balkan. Er hat in einem Video Muslime auf dem Balkan aber auch zu Anschlägen aufgerufen. Waffen sind nach den Balkankriegen noch genügend vorhanden. Die Krise liefere einen guten Nährboden für die Missionierung, meint der bosnische Politologe Vedran Dzihic. Es entstehe ein „gefährlicher Brei mit Explosionspotential“, meint er.

Kommentare (1)

Iréne S. am

Wie recht Sie haben…..
Zwei der Selbstmordattentäter von Paris sind gemeinsam als Flüchtlinge über Griechenland in die Europäische Union gereist. Dies gehe aus einem Abgleich der Fingerabdrücke der Leichen hervor, teilte die französische Staatsanwaltschaft mit.
Die Justizbehörde erklärte die Fingerabdrücke beider Männer seien am 3. Oktober bei der Ankunft in Griechenland registriert worden. Dabei handele es sich um zwei der drei Attentäter, die sich vor dem „Stade de France“ während des Fussball-Länderspiels Frankreich gegen Deutschland in die Luft gesprengt hätten.

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