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21. September 2015

Tausende Flüchtlinge auf der Balkanroute: Situation in Slowenien, Ungarn, Kroatien und Österreich.

In Ungarn sind in der Nacht erneut Flüchtlinge aus Kroatien angekommen und nun nach Österreich unterwegs. Allein bei Barcs hätten 800 bis 1.000 Menschen die Brücke über den Fluss Drau von Kroatien nach Ungarn passiert, berichtete das ungarische Staatsfernsehen. Sie seien aus Kroatien mit Bussen an die Grenze gebracht worden. Dort hätten ungarische Polizisten sie zu einem Zug begleitet, der mit 15 Waggons nach Hegyeshalom an der ungarisch-österreichischen Grenze starten sollte.

Serbiens Innenminister Nebojsa Stefanovic hat die Entscheidung der kroatischen Behörden, den einzigen offenen Grenzübergang zu Serbien, Bajakovo-Batrovci, ab Mitternacht für den Lkw-Verkehr zu schließen, als „nicht korrekt“ bezeichnet. Die serbischen Behörden seien nicht im Voraus über die Schließung des Grenzüberganges informiert worden. Auch habe Kroatien gezeigt, dass es die Krise nicht zu meistern wüsste, sagte der Minister. Stefanovic verwies auch auf die rasche Problemlösung mit Ungarn, das in der Vorwoche ebenfalls mehrere Grenzübergänge zu Serbien geschlossen hatte. Am Sonntag wurden die zwei Grenzübergänge bei Horgos (Serbien) nach Röszke (Ungarn) erneut geöffnet. Montagfrüh habe es dort keine Flüchtlinge gegeben. Eine Zusammenfassung der Situation von ARD-Korrespondent Till Rüger.

http://youtu.be/nokA8Q0rp8U

Beitrag: Till Rüger | Schnitt: Christine Dériaz | Kamera: Sebastian Esser, Markus Grohs

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