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4. September 2015

Die Balkanroute steht noch – Flüchtlingstrecks ziehen weiter

https://soundcloud.com/ard_studio_wien/die-balkanroute-steht-noch-fluchtlingstrecks-ziehen-weiter-autorin-karla-engelhard

Ungarn will mit Polizei und Militär am Grenzzaun die ungarisch-serbische Grenze zusätzlich bewachen, um Flüchtlinge zu stoppen. Doch erst ab 15. September. Bis dahin ziehen die Trecks fast ungehindert, meist Nachts, weiter. Gelegentlich gibt es Staus. Die bayrische Europaministerin Beate Merk (CSU) und der serbische Ministerpräsident Alexander Vucic informierten sich an der ungarisch-serbischen Grenze über die Situation. Merk appellierte an die serbische Bevölkerung, sich nicht auf den Weg nach Deutschland zu machen. Die Flüchtlinge, die über die serbisch-ungarische Grenze gehen, kommen meist aus Kriegs- und Krisengebieten, wie Syrien, Afghanistan oder Eritrea.

 

Kommentare (2)

Iréne S. am

Übrigens, so hört man, haben auch private Ungarn und dortige Hilfsorganisationen einen ordentlichen Beitrag geliefert. Das wird in der gegenwärtigen Berichterstattung ausgeblendet.

Iréne S. am

In Ungarn sind (und waren) alle Grenzübergänge offen für ehrliche Flüchtlinge die sich registrieren wollen… die wollen es nicht. Sie wollen nach Deutschland, und verweigern alle Hilfe.
Es sind allein in August bereits über 90’000 registriert in Ungarn ( 3000 pro Tag) und 100’000 die es nicht wollen.
Der Zaun wurde ausdrücklich gewünscht von Bundeskanzler Faymann.
„Die Zäune sind nur um zu kanalisieren gebaut.“ gegen illegale Grenzübertritte (das verschwiegen alle Medien!?) während Griechenland und Österreich die Migranten – mehr oder weniger – einfach durchwinken.
Österreich hat 20 Syrer aus Ungarn registriert ( Bericht Staatsfernsehen)
„Ungarn mangelndes Pflichtbewusstsein bei der Registrierung von Flüchtlingen vorzuwerfen, wie dies am Dienstag etwa der österreichische Bundeskanzler Faymann tat, ist aber unfair. Im Gegensatz zu Italien und Griechenland hat Ungarn die Immigranten an der Schengen-Aussengrenze lange ziemlich konsequent erfasst. Alleine im August stellten über 90 000 Menschen einen Asylantrag – deutlich mehr als in den ersten sieben Monaten des Jahres 2015. Als Schengen-Grenzland liegt Ungarn am Ende eines gigantischen «Beschleunigungskorridors»: Die Flüchtlingspolitik, die Griechenland, Mazedonien und Serbien verfolgen, besteht darin, die Migranten schnell weiterzuleiten. Handelte Ungarn gleich, würden die Flüchtlingsströme in die EU unkontrollierbar.“ NZZ Zürich

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