Archiv
1. September 2015

Von Budapest nach Wien: Flucht nach Deutschland

Wien als Durchgangsstation. Der Wiener Westbahnhof am Abend des 31.08.2015. Foto: BR | Jan Heier
Wien als Durchgangsstation. Der Wiener Westbahnhof am Abend des 31.08.2015. Foto: BR | Jan Heier

Angesichts des Flüchtlingsandrangs auf Züge in Richtung Österreich und Deutschland hat die ungarische Polizei den wichtigsten Bahnhof der Hauptstadt Budapest geräumt. Bis auf weiteres würden keine Züge mehr im Keleti-Bahnhof ankommen oder abfahren, hieß es in einer Lautsprecherdurchsage am Morgen. Alle Passagiere wurden zum Verlassen des Bahnhofsgebäudes aufgefordert, während Hunderte Polizisten die Menschen nach draußen führten. Nun wurde der Budapester Ostbahnhof wieder für den Zugverkehr freigegeben. Flüchtlinge dürfen aber anscheinend nicht ins Gebäude. Die ungarische Polizei hatte am Montag überraschend die Kontrollen ausgesetzt und damit Tausenden Flüchtlingen ermöglicht, in Zügen nach Westen zu gelangen. Laut Polizei kamen bis zum Morgen 1400 Menschen in München an. Nun müssen sie registriert und untergebracht werden. In Wien trafen allein am Montag nach Polizeiangaben 3650 Flüchtlinge per Zug aus Ungarn ein. Dies sei ein neuer Tagesrekord in diesem Jahr, sagte der österreichische Polizeisprecher Patrick Maierhofer. Es werde noch geprüft, wie viele davon tatsächlich Asylbewerber seien.

Den Weg der Flüchtlinge von Budapest bis Wien zeigt ein Beitrag von Till Rüger aus den Tagesthemen vom 31.8.2015

http://youtu.be/pBhsU9JgalM

Beitrag: Till Rüger | Kamera: Sebastian Esser | Schnitt: Philip Kuntschner

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.