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25. Juni 2015

Stimmungsmache gegen Flüchtlinge in Ungarn


In Ungarn läuft derzeit eine regelrechte Kampagne gegen Flüchtlinge. Die Regierung hat Plakate aufstellen lassen: „Wenn Du nach Ungarn kommst, nimm niemand den Job weg/respektiere unsere Kultur/achte unsere Gesetze“.
Die Regierungspropaganda gibt es im Miniaturformat auch auf der Website des Staatlichen Fernsehens, direkt neben Berichten über Flüchtlinge, die jeden Tag über die serbisch-ungarische Grenze kommen.

Reporter sprechen von „Grenzverletzern“, „illegalen Migranten“, die Regierung in Budapest behauptet: Das seien ausschließlich Wirtschaftsmigranten. Das Fernsehen zeigt den Müll, den die Zuwanderer hinterlassen. Und die Feuer, die sie entzünden. Die Botschaft: Sie machen nur Ärger. Schon nach dem Attentat auf „Charlie Hebdo“ hatte Premier Orban die Parole ausgegeben: „Ungarn soll den Ungarn erhalten bleiben“.

Gegen die Flüchtlinge will die Regierung nun einen vier Meter hohen und 175 Kilometer langen Zaun errichten. Gábor Gyulai vom Ungarischen Helsinki Komitee beklagt die „Haßkampagne gegen Flüchtlinge, finanziert vom ungarischen Steuerzahler“.

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