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6. Juni 2015

Papst fordert in Sarajevo „Nie wieder Krieg!“


Rechts Gastgeber Kardinal Vinko Puljic, Foto: Stephan Ozsváth

Schon sehr früh am Morgen waren die Gläubigen zum Kosevo-Stadion in Sarajevo gekommen. Zu Fuß. Mit Kopfbedeckungen, um sich vor der Sonne zu schützen. 65.000 waren es, die die Friedensbotschaft hören wollten. Auf dem Weg ins Stadion wurde das Oberhaupt der katholischen Kirche begeistert empfangen. Viele Bewohner der Stadt waren auf den Beinen.

Die Sicherheitsvorkehrungen waren extrem. Ab sieben Uhr morgens waren zentrale Teile der Innenstadt für den Verkehr gesperrt. Auch Journalisten konnten sich nicht frei bewegen. Mindestens 4000 Polizisten waren im Einsatz, um für einen friedlichen Papstbesuch zu sorgen.
Neben dem Kosevo-Stadion erinnern Gräberfelder an die Toten des Bürgerkrieges. Mehr als 11.000 Menschen töteten serbische Granaten und Heckenschützen während der Belagerung Sarajevos. Vor dieser Kulisse und angesichts der Geschichte der Stadt warb Papst Franziskus für Frieden und Dialog der Religionsgemeinschaften.

Krieg bedeute zerstörte Häuser und zerbrochene Leben, sagte der Papst. Deshalb erhebe sich heute wieder der „Schrei: Nie wieder Krieg“ aus Sarajevo.

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