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3. Juni 2015

Neuwahlen in Mazedonien angekündigt – Durchbruch oder nur kurzes Durchatmen?

Zerstörtes Haus nach Polizeieinsatz am 10. Mai in Kumanovo. Foto: BR | Schaban Bajrami

Im krisengeschüttelten Mazedonien soll es bis Ende April 2016 Neuwahlen geben. Das hat EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn nach Vermittlungsgesprächen in Skopje angekündigt. Am Verhandlungstisch saßen neben Regierungschef Nikola Gruevski und Oppositionschef Zoran Zaev auch Vertreter der beiden wichtigsten albanischen Parteien. Wie die Übergangsperiode bis zu den Neuwahlen aussehen soll, wird laut EU-Kommissar Hahn kommende Woche bei weiteren Gesprächen in Brüssel festgelegt. Die politische Krise in Mazedonien drohte nach einem Sicherheitseinsatz gegen angebliche albanische Terroristen mit zahlreichen Toten in der Stadt Kumanovo im Mai zu eskalieren. Regierungschef Gruevski werden Korruption und Machtmissbrauch vorgeworfen. Auch die USA und Russland haben zuletzt verstärkt versucht, in Mazedonien Einfluss zu nehmen. Die EU versucht nun, wenigstens in dieser Krise erfolgreich zu vermitteln.

Johannes Hahn (C), EU-Kommissar für Europäische Nachbarschaftspolitik und Erweiterungsverhandlungen, zusammen mit Premierminister Nikola Gruevski (L) und Oppositionsführer Zoran Zaev (R). Foto: picture alliance/dpa
Johannes Hahn (C), EU-Kommissar für Europäische Nachbarschaftspolitik und Erweiterungsverhandlungen, zusammen mit Premierminister Nikola Gruevski (L) und Oppositionsführer Zoran Zaev (R). Foto: picture alliance/dpa

Kommentare (1)

Makedonier am

Schon wieder Wahlen….wir hatten schon 2008, 2011 und 2014 nach Wunsch der Opposition vorgezogene Wahlen, diese aber verliert seit 2006 jede Wahl. Was passiert wenn sie nächstes Jahr wieder verliert? Von Durchbruch kann keine Rede sein, das einzige was bei uns in einer Krise steckt ist die Opposition

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