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27. Mai 2015

Serbisch-albanische Premiere mit Hindernissen

Der albanische Ministerpräsident Edi Rama (links) und sein serbischer Amtskollege Alexander Vucic bei einer ersten Annäherung in Belgrad im November 2014. Das Treffen damals dauerte zwei Tage und war der erste Besuch eines albanischen Regierungschefs seit 67 Jahren. Foto: picture alliance | dpa
Der albanische Ministerpräsident Edi Rama (links) und sein serbischer Amtskollege Alexander Vucic bei einer ersten Annäherung in Belgrad im November 2014. Das Treffen damals dauerte zwei Tage und war der erste Besuch eines albanischen Regierungschefs seit 67 Jahren. Foto: picture alliance | dpa

Nicht einmal der ehemalige jugoslawische Staatschef Josip Broz Tito hat Albanien besucht. Der serbische Premier Alexander Vucic bekommt diese Chance – trotz seiner radikal-nationalistischen Politik in den 1990er Jahren. Vucic folgt damit der Gegeneinladung seines albanischen Amtskollegen Edi Rama, der im November vergangenen Jahres nach Belgrad kam. Damit durchbrechen beide die jahrzehntelange Eiszeit zwischen ihren Ländern. Serbien und Albanien wollen in die EU, ihr angespanntes Verhältnis stört dabei. Zwischen ihnen liegt geographisch und politisch Kosovo. Serbien erkennt die Unabhängigkeit des Kosovo nicht an, Albanien unterstützt die Kosovo-Albaner. Hinzu kommt die politische Krise in Mazedonien, die die Region zu destabilisieren droht. Kanzlerin Angela Merkel hat für Anfang Juli ihren Besuch in Belgrad angekündigt, das sie auch Fortschritte im serbisch-albanischen Verhältnis sehen will, gilt als sicher.

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