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23. Mai 2015

Wien im Conchita-Rausch: Aber wie tolerant ist Österreich wirklich?

„Es geht um die Gemeinschaft. Wir fahren jedes Jahr zum Eurovision Song Contest, egal wo er stattfindet“, sagt einer der vielen ESC-Blogger bei einer Party im Fancafé. Tatsächlich bekommt man in diesen Tagen in Wien das Gefühl, dass es beim ESC nicht nur um die Musik geht, sondern vor allem darum mit Menschen aus ganz Europa eine große, friedliche Party zu feiern. Zu Tausenden sind die Fans angereist – darunter viele homosexuelle Männer, die nicht erst seit Conchita den ESC für sich entdeckt haben. Neben einer großen Musikshow ist der Eurovision Song Contest ein Event, das sich Gleichberechtigung und Toleranz auf die Fahnen schreibt. Auch Wien zeigt sich in diesen Tagen von seiner Regenbogenseite. Gleichgeschlechtliche Ampelmännchen und Conchita Wurst an allen Ecken und Enden lassen die Stadt offen und tolerant erscheinen. Doch wer etwas abseits der ESC-Hotspots nachfragt, bekommt auch eine andere Seite zu sehen.

Beitrag: Susanne Glass | Kamera: Alex Godgraber/Markus Grohs | Schnitt: Günter Stöger

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