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17. April 2015

Hilfsorganisationen kritisieren Zustände in bulgarischen Flüchtlingsheimen

https://soundcloud.com/ard_studio_wien/hilfsorganisationen-kritisieren-zustande-in-bulgarischen-fluchtlingsheimen-auto-stephan-ozsvath

Der Krieg treibt die Menschen aus Syrien und dem Irak weg. Zuflucht suchen die Vertriebenen in Europa. Türkische Schlepper bringen sie über die Grenze nach Bulgarien – auch wenn dort mit EU-Hilfe ein Zaun gebaut wird. Europa schottet sich ab. Wenn es die Flüchtlinge doch bis Bulgarien schaffen, landen sie in Flüchtlingsheimen, die jeder Beschreibung spotten: Sie sind überfüllt. Die Regierung hat den Flüchtlingen jetzt das Taschengeld gestrichen, Begründung: Sie würden ja verpflegt. Und die Flüchtlingshilfsorganisation Pro Asyl behauptet jetzt – gestützt auf Berichte von Flüchtlingen in Deutschland – auch gefoltert werde in den Flüchtlingslagern. Erst vor zwei Wochen haben Asylsuchende in Sofia gegen die Zustände in den Lagern protestiert.

Pro Asyl fordert jetzt: Angesichts der Situation in den Lagern und Heimen dürften die Flüchtlinge nicht nach Bulgarien abgeschoben werden – so sehen es die EU-Regeln nach dem Dublin-Abkommen vor. Das Erstaufnahme-Land müsste sie wieder aufnehmen, auch wenn die Hilfesuchenden mittlerweile in Deutschland gelandet sind. Bulgarische Politiker fordern jetzt: Die Regeln müssten geändert werden, kleine Länder wie Bulgarien seien überfordert. Auch mehr Finanzmittel seien nötig.

 

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