Archiv
13. April 2015

Hotel mit Aussicht: Das magdas in Wien

Hier werden Vorurteile abgebaut“, verkündet ein Plakat über dem Eingang von magdas Hotel am Prater. Gleichzeitig werden hier Menschen aufgebaut: 26 Mitarbeiter aus 16 Ländern. Neben erfahrenen Hotelfachkräften sind im magdas 20 anerkannte Flüchtlinge dauerhaft beschäftigt, teils mit Diplom im Tourismus, teils als Quereinsteiger. Nun können sie endlich selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen, was ihnen jahrelang verwehrt war, wie Rezeptionist Dinis aus eigener leidvoller Erfahrung zu berichten weiß.

Rezeptionist Dinis ist einst aus Guinea-Bissau geflüchtet. Foto: BR | Stephan Ozsvath
Rezeptionist Dinis ist einst aus Guinea-Bissau geflüchtet. Foto: BR | Stephan Ozsvath

Denn Asylbewerber in Österreich unterliegen de facto einem Arbeitsverbot. Und wer nach Jahren endlich eine Arbeitsbewilligung erhält, findet meist keinen Job, nicht zuletzt aufgrund mangelnder Erfahrungen. Diesen desolaten Kreis durchbrechen wollte die Caritas mit magdas Hotel. Flüchtlinge können ihre Talente, Erfahrungen und Persönlichkeit hier einbringen und weiterentwickeln. Soziales Handeln und wirtschaftlicher Erfolg müssen kein Widerspruch sein. Als social business ist magdas gleichermaßen ein Sozialprojekt und ein Tourismusbetrieb, dessen Gewinne wieder in das Unternehmen einfließen. Magdas steht für „ich mag das“ und ist ein Hotel mit Aussicht, sowohl für die Mitarbeiter als auch für die Gäste.

http://youtu.be/a2vjaHv0Hbw?hd=1

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.