Archiv
16. März 2015

Steuerreform in Österreich – Touristen zahlen mit


Der sozialdemokratische Bundeskanzler Werner Faymann schwärmt von der „größten Steuerreform der Zweiten Republik“. Geringverdiener in Österreich werden laut Regierungsbeschluss durch einen Eingangssteuersatz von nur noch 25 Prozent entlastet, der Spitzensteuersatz für Einkommensmillionäre steigt dagegen auf 55 Prozent. Doch die Reaktionen bei Wirtschaftsverbänden und den Leuten auf der Straße sind wenig begeistert – etwa was die geplante Registrierkassenpflicht zur Bekämpfung von Steuerbetrug betrifft. Und auch Touristen zahlen bei der Gegenfinanzierung mit: der günstigere Mehrwertsteuersatz soll von 10 auf 13 Prozent steigen, etwa für Hotelübernachtungen oder Tickets für Museen, Theater und Kinos. Schon fordern alle möglichen Interessenverbände Nachbesserungen. Und der Vergleich mit Deutschland und anderen EU-Ländern zeigt: Österreich hätte auch nach Abschluss der Reform eine der höchsten Steuer- und Abgabenquoten in Europa. Dabei werden sich viele Südosteuropäer denken: Eure Probleme möchte ich haben…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.