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12. März 2015

Kosovo-Rückkehrer: die deutsche Arbeiterwohlfahrt versucht zu helfen

Wenn sie aus Deutschland in ihre Heimat zurückkehren – ob freiwillig oder durch Abschiebung – stehen Kosovo-Flüchtlinge oft vor dem Nichts. Staatliche Hilfe durch die Regierung in Pristina gibt es nur für diejenigen, die vor 2010 das Land verlassen haben. Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Nürnberg versucht in Pristina, Rückkehrern wenigstens bei Behördengängen zu helfen und sie psychologisch zu betreuen. Unterstützt durch das Bayerische Sozialministerium und das Auswärtige Amt in Berlin kümmern sich kosovarische AWO-Helfer um rund 300 Rückkehrer – darunter die Familie Stavica in der Ortschaft Rahovec. Die fünfköpfige Familie lebt seit ihrer Rückkehr von rund 85 Euro Sozialhilfe im Monat. „Ich würde sofort nach Deutschland zurück, wenn ich könnte“, sagt Mutter Hatixhe Stavica. Vater Reshat hat vor Jahren eine seiner Nieren verkauft, um der Familie ein Haus bauen zu können – es wurde nie fertig.

 

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