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18. Februar 2015

Gewolltes Chaos bei Putins Pressekonferenz in Ungarn? – ARD-Fernsehteam behindert und abgewiesen

Die ungarischen Presseschikanen musste nicht nur unsere ARD-Hörfunkkorrespondentin Karla Engelhard erfahren, unseren ARD Fernseh-Kollegen erging es nicht anders. Trotz vielfacher Proteste und Telefonate: Kein Platz für das ARD-Kamerateam bei der offiziellen Pressekonferenz von Vladimir Putin und Viktor Orban anlässlich des Arbeitsbesuchs des Russischen Präsidenten in Budapest. Statt TV-Aufnahmen und sachlicher Information gab es nur eine Video-Wall in einem mehrere Gebäude entfernten Raum – ohne die Möglichkeit irgendwelche Fragen zu stellen. Sieht so die Pressefreiheit in einem EU-Land aus? Oder hat Putin hier russische Standards durchgesetzt? Das ARD-Team hat im Video dokumentiert wie es trotz aufwendiger Akkreditierungsprozedur abgewiesen wurde.

Kamera: Markus Grohs & Klaus Winkler | Schnitt: Günter Stöger

Ähnliches spielte sich knapp zwei Wochen zuvor beim Besuch der Deutschen Bundeskanzlerin Merkel in Budapest ab: Das ARD Fernsehen war weder bei der Begrüßung der Bundeskanzlerin durch Viktor Orban, noch zu zum offiziellen Rundgang im Parlament zugelassen. Kein Platz, nur ungarische Medien seien erwünscht, hieß es damals. Und weder die ARD noch das ZDF durften eine Frage bei der Pressekonferenz von Orban und Merkel stellen. Auch andere Korrespondenten renommierter Medien berichten inzwischen von zunehmender Gängelung und gezielter Beschneidung der Arbeitsmöglichkeiten für ausländische Medien. Unfähigkeit und unverfrorene Pressebehinderung liegen wohl dicht beieinander in Ungarn.

Im Interview dazu Klaus Prömpers (2005-2011 Leiter ZDF-Studio Wien, 2011-2014 Leiter ZDF-Studio New York) und Bernhard Odehnal (Südosteuropa Korrespondent des Tages-Anzeigers Zürich).

Kamera: Markus Grohs | Schnitt: Günter Stöger

Kommentare (3)

NATO-Versteher am

Schöne Verschwörungstheorie vom BR.

Bernd Grossmann am

Liegt es eventuell daran das Ihr vom ARD und eure Kollegen vom ZDF `euer Ruf` als GEZwangsfinanzierte staatliche Lügenmedien vorauseilt und die Leute nicht mehr so dumm sind wie früher und euch keine Interviews giibt. Schon oft habt ihr mit euren Lügen den Konflikt in der Ukraine angestiftet im Auftrag des CIA und NSA und natürlich ist der böse Russe bei euch noch der wahre böse Russe.

Kommentar wurde redaktionell auf Grund der Kommentarrichtlinien gekürzt.

J. Kenner am

Sehr geehrte Kollegen,
kein Wunder, dass die ARD-Kollegen da nicht gerne gesehen werden. Bei der, wie ich finde, einseitigen Berichterstattung, und zwar propagandistisch anti-russisch… Natürlich vertritt Putin die Interessen seines Landes, und das nicht immer mit astreinen Mitteln. Aber dass die neuen ukrainischen „Führer“ durch und durch Nazis sind, die alle einen Menge Dreck am Stecken haben und mit allen Mitteln versuchen uns, die westlichen Länder in einen Krieg hineinzuziehen, das wird gerne verschwiegen. Die Einseitigkeit der Berichterstattung bei den zum ARD gehörenden Sendern ist unglaublich… ZDF u. einige anderen übrigens sind da kaum besser. Die Russen haben ihre Propaganda, wir im Westen aber nicht minder…

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