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13. Februar 2015

Der Wiener Opernball – diesmal fast ganz ohne Skandale

Wiener Opernball 2015 - Foto: picture alliance | dpa
Wiener Opernball 2015 – Foto: picture alliance | dpa

Richard Lugner, 82, kam – und sah müde aus wie nie. Doch kurz vor Mitternacht strahlte er übers ganze Gesicht: sein (wie immer bezahlter) Gast Elisabetta Canalis tanzte geduldig mit ihm Walzer, lobte sogar sein schlechtes Englisch, und sorgte nicht für den klitzekleinsten Skandal. Da war es auch nicht so schlimm, dass ihr fast ein anderes Model die Schau gestohlen hatte: Naomi Campbell, die als Überraschungsgast aus New York eingeflogen war. Nach Skandälchen musste man sowieso mit der Lupe suchen bei diesem Opernball: selbst Schauspieler und Skandalnudel Helmut Berger, mit gebrochenem Knöchel angereist, ließ sich zwar in die Loge tragen – die Nägel des verletzten Fußes tiefrot lackiert – blieb dann aber bis zur frühen Rückkehr ins Hotel völlig gesittet. Und die ihn begleitenden „Botox Boys“, die Zwillingsbrüder Arnold und Oskar Wess, gaben lediglich zum Besten, dass sie zu Botox stehen – weil gutes Aussehen nun mal zum Beruf des Eventmanagers gehöre. Die Stars des Abends waren diesmal tatsächlich die Künstler: vor allem die junge Staatsopern-Sängerin Aida Garifullina, in Russland geboren und seit Herbst im Ensemble, die die Gounod-Arie „Je veux vivre“ („Ich will leben!“) sang, begleitet von den Wiener Philharmonikern unter Dirigent Ingo Metzmacher. Alle waren am Ende zufrieden. Bundespräsident Heinz Fischer ging mit den Worten „Super, hat alles geklappt“ nach Hause, und Operndirektor Dominique Meyer seufzte: „Es war schön diesmal, alle haben sich gut benommen.“

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