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9. Februar 2015

Alexis Tsipras in Wien – freundliche Worte, aber harte Fronten

EIn Beitrag Von Ralf Borchard

Schlägt sich Werner Faymann auf die Seite von Alexis Tsipras? Das war die Frage vor dem Wien-Besuch des neuen griechischen Regierungschefs. Am Wochenende hatte sich der österreichische Kanzler für ein Entgegenkommen der EU im Schuldenstreit mit Griechenland ausgesprochen und überraschend deutlich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisiert. Um aus der Krise zu kommen, brauche Griechenland „künftig mehr Spielraum“, hatte Faymann der Zeitung „Kurier“ gesagt und ergänzt: Der Plan, mehr gegen Steuerbetrug und Arbeitslosigkeit in Europa zu tun, scheitere „an Angela Merkels Plan des Abwartens.“

Tatsächlich gab es dann allerlei freundliche Worte zwischen Faymann und Tsipras in Wien. Der österreichische Kanzler versucht vor dem EU-Gipfel am Donnerstag offenbar, in eine Art Vermittlerrolle zu schlüpfen. Doch am Ende bleiben die Fronten inhaltlich verhärtet. „Bestehende Verpflichtungen sind einzuhalten“, so Faymann in Richtung Tsipras. Und neue Details, wie der Schuldenstreit zu lösen ist, konnten die Gesprächspartner in Wien auch nicht präsentieren.

 

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