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29. Januar 2015

„Schlaflos“ in Wien – das Bett in der Kunstgeschichte

Es ist einer der intimsten und wichtigsten Orte in unserem Leben: das Bett. Auch in der Kunst steht das Bett immer wieder im Fokus – und das seit 2000 Jahren. Im „21er Haus“ in Wien wird am Abend die Ausstellung „Schlaflos – das Bett in Geschichte und Gegenwartskunst“ eröffnet. „Wir schlafen nicht nur im Bett, sondern viele entscheidende Dinge im Leben eines Menschen spielen sich im und um das Bett ab: Geburt, Liebe und Sexualität, leider auch Krankheit und Tod. Das Bett ist zu einer Metapher für den menschlichen Körper, für die Menschheit schlechthin geworden“, sagt der Kurator der Schau, der Italiener Mario Codognato. Das Spektrum der gezeigten Werke von 140 Künstlerinnen und Künstlern reicht von einem Fresko aus Pompeji, das im 1. Jahrhundert nach Christus als Werbetafel vor einem Bordell diente, bis zu einem realen Bett der britischen Skandalkünstlerin Tracey Emin und Fotografien von Jürgen Teller. Manches ist drastisch, vieles todernst – doch am besten lässt sich der Parforceritt durch die Kunstgeschichte des Betts mit einem Schuss Ironie ertragen. Ralf Borchard hat die Ausstellung vorab gesehen.

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