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20. Januar 2015

Mazedonien: Angriff auf die Pressefreiheit

Stephan Ozsváth berichtet

Die Justizposse um den Journalisten Tomislav Kezarovski in Mazedonien geht weiter. Vor anderthalb Jahren war der Reporter zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden, Begründung: Er habe einen geschützten Zeugen in einem Mordprozess enttarnt. Der Vorwurf kam mit fünf Jahren Verspätung. Journalisten in Mazedonien vermuten eher, dass Tomislav Kezarovski zu viel herum wühlte. Denn kurz vor seiner Festnahme hatte er sich für den Tod eines unabhängigen Verlegers interessiert, der bei einem ungeklärten Autounfall ums Leben gekommen war.

Ein Berufungsgericht kürzte seine Strafe letzte Woche um die Hälfte, schickte Kezarovski aber aus dem Hausarrest in den Knast. Heute entschied das Berufungsgericht in Skopje: Einen Monat kann er raus – aus gesundheitlichen Gründen. Theoretisch müsste Kezarovski noch drei Monate absitzen. Internationale Journalistenorganisationen protestieren gegen die Behandlungen des Journalisten. Vor dem Berufungsgericht in Skopje versammelten sich Hunderte Kollegen und Oppositionspolitiker.

Die konservative Regierung Gruevski bekommt in Sachen Pressefreiheit sehr schlechte Noten von der OSZE, der EU-Kommission und der Organisation Reporter ohne Grenzen.

Kommentare (1)

Makedonier am

„Journalisten in Mazedonien vermuten eher“, das sind nur die die von Soros und der Opposition gesponsert werden. Das ist auch das Problem hier in MK es gibt keine unabhängigen Journalisten, außerdem denke ich das die Journalisten die größte Sekte der Welt sind

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