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17. Januar 2015

Protestküssen vorm Café Prückel in Wien

Ein Beitrag von Stephan OZsvath

"Ob homo oder hetero, knutschen tut man anderswo." Mit diesem Slogan gaben die Gegendemonstranten zum Protestküssen ihre Meinung kund. Foto: BR I Stephan Ozsvath
„Ob homo oder hetero, knutschen tut man anderswo.“ Mit diesem Slogan gaben die Gegendemonstranten zum Protestküssen ihre Meinung kund. Foto: BR I Stephan Ozsvath

Ein Kuss ist bekanntlich eine ziemlich komplizierte Sache. Nicht jede und jeder beherrscht sie auf die gleiche Weise. Ein Kuss kann zärtlich sein. Himmlisch. Fordernd. Aufdringlich. Ein Bruderkuss. Ein Judaskuss. Er kann Lust auf mehr oder auch auf weniger machen. Ein Begrüßungskuss. Der erste Kuss, der letzte Kuss….Seltener ist ein Protestkuss. Normalerweise. Aber in Wien gab’s am Freitag davon gleich hunderte oder tausende. Ja, vielleicht sogar zehntausende! So genau konnten wir das nicht zählen. Und alle vor dem Traditionscafé Prückel. Die Küssenden protestierten dagegen, dass dessen Chefin ein lesbisches Paar aus dem Lokal geworfen hat, weil sich die Frauen zur Begrüßung geküsst hatten. Auch wir haben hier auf dem Blog darüber berichtet. Vom Prückel aus hätten Besitzerin, Kellner und Gäste heute einen wunderbaren Blick auf hunderte knutschende Pärchen gehabt. Allerdings legte das Kaffeehaus heute wohlweislich einen außerordentlichen Ruhetag ein. Aber wir haben die schönsten Szenen für die Nachwelt festgehalten.

http://youtu.be/yTLOSDEOmS8?hd=1

Beitrag: Susanne Glass I Kamera: Valentin Platzgummer I Schnitt: Christine Dériaz

Kommentare (1)

Roland Buzzi am

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