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1. Januar 2015

Serbien übernimmt Vorsitz der OSZE

Vor einigen Jahren noch Sorgenkind der internationalen Staatengemeinschaft, übernimmt Serbien zum 1. Januar für ein Jahr den Vorsitz in der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa – kurz OSZE. Damit muss das Land, das zugleich in die EU drängt und traditionell gut mit Moskau vernetzt ist, auch in der Ukraine-Krise vermitteln. Serbien wolle eine Brücke zwischen Ost und West sein, sagte Regierungschef Aleksandar Vucic kürzlich. „Wir streben einen transparenten, unparteiischen, objektiven Vorsitz im Sinne der Organisation an“, unterstrich Außenminister Ivica Dacic bei einem Besuch jüngst in Kiew. Serbien will sich als OSZE-Vorsitzland auf dem internationalen Parkett profilieren. Die Ukraine-Krise und die regionale Zusammenarbeit werden Prioritäten sein, sagte Dacic. Belgrad laviert in der Ukraine-Krise seit Monaten zwischen EU und Moskau hin und her. Anfang 2014 erklärte es seine diesbezügliche „Neutralität“. Ob dies beim OSZE-Vorsitz förderlich ist, muss sich erweisen.

http://youtu.be/KxxwFxb1iMA?hd=1

Autor: Till Rüger I Kamera: Zarko Bogdanovic I Schnitt: Günter Stöger

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