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4. Dezember 2014

Serbien übernimmt den OSZE-Vorsitz 2015 – Problemfall oder geeigneter Vermittler?

Ralf Borchard zum OSZE-Vorsitz Serbiens:

Zum Jahreswechsel wird der momentane Vorsitzende der OSZE, der Schweizer Präsident Didier Burkhalter, seine Aufgaben an Serbien übergeben. Foto: dpa/picture alliance
Zum Jahreswechsel wird der momentane Vorsitzende der OSZE, der Schweizer Präsident Didier Burkhalter, seine Aufgaben an Serbien übergeben. Foto: dpa/picture alliance

2014 – im Jahr der Ukraine-Krise – hatte die neutrale Schweiz den Vorsitz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) inne. Vielen galten die Eidgenossen an der OSZE-Spitze als „Glücksfall“. Denn sie hatten zwischen Moskau, Kiew und dem Westen wiederholt Brücken bauen können.
Serbien dagegen gilt als schwieriger Fall: In den Balkankriegen der 1990er Jahre spielte es eine unrühmliche Rolle. Ungelöst ist nach wie vor der Kosovo-Konflikt. Und das Balkan-Land betreibt eine Schaukelpolitik zwischen EU-Annäherung und dem „slawischen Bruder“ Russland – will auch die Sanktionen wegen der Ukraine-Krise nicht mittragen.

Ein Problemfall also ? In Belgrad selbst sieht man den OSZE-Vorsitz durchaus auch als Chance.

Kommentare (1)

A.Duhacek am

Wieso sollte Serbien wegen seiner guten Beziehungen zu beiden ein Problemfall sein? Eher wäre Deutschland ein Problemfall, da es klar eine Position vertritt und, wenn wir bei den Worten des Autors bleiben, „Mitte des 20 Jh. eine unrühmliche Rolle spielte“, als u.a. 40 Mio Russen tötete.

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