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27. November 2014

Wien: OPEC-Konferenz – bleibt der Ölpreis niedrig ?

Bereits im Vorfeld der OPEC-Konferenz in Wien geben sich Vertreter der Förderländer – auch der Nicht-OPEC-Mitglieder – die Klinke in die Hand. Die Russen, die Venezolaner, die Mexikaner trafen sich mit den Vertretern des größten Erdölproduzenten der Welt, dem mächtigsten Land in der OPEC, mit den Saudis.
Es ging um eine Frage: Wird das Ergebnis des OPEC-Treffens sein, dass die Fördermengen reduziert werden ? Denn derzeit gibt es ein Überangebot auf dem Markt, bedingt durch das Fracking der Amerikaner und Kanadier – und dadurch, dass Libyen nach dem Bürgerkrieg wieder Öl produziert.
Der Ölpreis ist seit Monaten im Keller. Besonders der Iran (OPEC-Mitglied) und Russland ächzen unter dem niedrigen Ölpreis – aber auch unter Sanktionen. Für Ölfirmen rechnet sich die Ausbeutung von Ölquellen nicht mehr, zumal in schwer zugänglichen Regionen – das betrifft auch das Fracking.
Wie viel Öl verträgt der Markt? Saudische Öl-Raffinerie - Foto: picture-alliance/dpaDie Saudis reagieren bislang verhalten. Warum ? Spekuliert wird, ob politische Gründe dafür ausschlaggebend sind. Wollen die Saudis den Iran schwächen ? Oder die Russen, die den Iran beiseinem Atomprogramm unterstützen ? Oder wollen sie die Fracking-Aktivitäten der Amerikaner unrentabel machen – durch einen niedrigen Ölpreis ?

Der Wiener Ölexperte Johannes Benigni glaubt: „Dieses Treffen wird zeigen, ob Öl als Waffe eingesetzt wird.“

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