Archiv
25. November 2014

Slowenien: Gauck wirbt für Reformkurs

Michael Götschenberg (MDR) hat den Bundespräsidenten begleitet

 

Nach 12 Jahren ist erstmals wieder ein deutsches Staatsoberhaupt nach Slowenien gekommen. Bundespräsident Gauck traf sich nicht nur mit Spitzenvertretern von Staat und Wirtschaft, sondern auch mit Gewerkschaftsführern. In Ljubljana warb Gauck dafür, den Reformkurs fortzusetzen, ohne die soziale Partnerschaft zu vernachlässigen. Slowenien ist durch die Wirtschafts- und Finanzkrise extrem unter Druck geraten und galt lange als Kandidat für den EU-Rettungsschirm.

Das kleine Land sieht sich in einer Brückenfunktion zwischen der EU und den Staaten des westlichen Balkan. Die Westbalkan-Staaten sollen näher an die EU geführt werden – auch vor dem Hintergrund des aktuellen Konflikts mit Russland. Seit dem EU-Gipfel von Thessaloniki (2003) haben Albanien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Mazedonien, Kosovo und Serbien eine EU-Beitrittszusage, sind aber auf dem Weg in die Europäische Union unterschiedlich weit.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.