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24. November 2014

Wien: Atomgespräche – kein Abkommen jetzt, neue Deadline

Bei den Atomverhandlungen in Wien hat es keine Einigung auf ein Abkommen gegeben. Stattdessen entschieden die Verhandler, sich noch einmal ein halbes Jahr Zeit zu geben. Ein erster Zwischenschritt soll ein politisches Abkommen sein – das soll bis 1. März 2015 stehen, die Details bis zum 1. Juli. „Wir wollen in den nächsten Tagen und Wochen intensiv weiterverhandeln“, sagte Bundes-Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) in Wien. Strittige Punkte sind vor allem die Uran-Anreicherung und die westlichen Sanktionen gegen den Iran. „Es seien substanzielle Fortschritte erzielt worden“, so der russische Außenminister Lawrow.

http://youtu.be/kM1HDxgaSb0?hd=1

Beitrag: Till Rüger – Kamera: Alex Goldgraber – Schnitt: Christine Dériaz

Am Verhandlungstisch saßen in Wien die Außenminister der fünf UN-Veto-Mächte, sowie Deutschlands und des Iran. Ursprünglich hatte man bis Mitternacht ein Abkommen erzielen wollen.
Zugeständnisse gab es an den Iran: Das Land soll monatlich 560 Millionen Euro aus eingefrorenem Vermögen bekommen. Der Iran beharrt darauf, dass sein Atom-Programm friedlich sei und will ein völliges Ende der Sanktionen erreichen.

Kritiker des Iran glauben dagegen, dass die Regierung in Teheran den Bau von Atombomben beabsichtigt. Insbesondere Israel ist sehr besorgt wegen des iranischen Atomprogramms.

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