Archiv
8. November 2014

Ungarn: Das Wunder von Cserdi

Stephan Ozsváth hat den roma-Bürgermeister von cserdi besucht

Auch er hat sich verändert: Laszlo Bogdan wog früher über 100 Kilo, mittlerweile lässt er die Kohlehydrate weg. Ein gutaussehender, hochgewachsener Mann ist aus dem Roma-Bürgermeister geworden. Und auch sein Heimatdorf Cserdi im Südwesten Ungarns ist kaum wieder zu erkennen. Früher war die Siedlung in der Nähe der Provinzhauptstadt Pecs ein krimineller Hotspot. „Es gab keinen Keller, in den wir nicht eingestiegen sind“, sagt der 41-Jährige, der seit 2006 Bürgermeister ist.

Bogdan schloss die örtliche Kneipe, investierte in Gewächshäuser, brachte die Leute in Arbeit – zum Mindestlohn zwar, aber immerhin. Der Ort ist sehr gepflegt. Die Kriminalitätsrate sank dramatisch. Auch dank Bogdans „Teufelsaustreibung“, sein Programm ist eine Art Impfung gegen das Böse. Er organisiert Besichtigungsfahrten ins nächste Gefängnis, bringt junge Roma-Mädchen in die Universität Pecs, damit sie Bildungsluft schnuppern, macht Verhaltenstrainings für „seine“ Leute: „Wie verhalte ich mich in öffentlichen Verkehrsmitteln?“ Er provoziert, er sucht die knallige Schlagzeile. Aber nicht aus Selbstzweck. Er will etwas in den Köpfen verändern.

Er hat eine Kooperative gegründet, die Einwohner von Cserdi verkaufen ihr Gemüse auf den örtlichen Märkten. Er selbst setzte sich ans Steuer, um Bedürftigen in Budapest Gemüsespenden zu bringen. „Das gute Beispiel erweckt in jedem wohlmeinenden Menschen Akzeptanz, und nicht Hass“, sagt er, „es ist eine Mahnung immer Mensch zu bleiben.“

Kommentare (2)

Reinhard Huber am

Dieser Laszlo Bogdan bräuchte ich dringend in Nemesded.
Ich habe vor ca.drei Jahren für Nemesded eine Hilfsaktion
gestartet und Waren aller Art(Bekleidung,Schulbedarf für dieSchule in großen Mengen,Betten und Möbel für Seniorenheim,Neue Sportbekleidung,Fußbälle in großer Zahl u.s.w.-u.s.w..Ich habe Fernzüge von der intn,Spedidion Gebr.Weiss Lauterach,organisiert,wobei ich
sogar jeden 2.Lastzug selbst bezahle.
Aber es ist hier,in Nemesded nicht möglich,diese,für
die Gemeinde wichtige Hilfe,in eine geordnete Bahn zu
lenken.
Von seitens der Gemeinde gibt es keinerlei Schutz und damit wird ein großer Teil bereits bei der Ankunft gestohlen.
Bei mir selbst hat man auch schon mehrmals eingebrochen,wobei seitens der Polizei nie ein Erfolg zu verzeichnen ist.Im Gegenteil.es wurde mein Auto aufgebrochen (zwei mal)und ich habe die Täter gestört und Alarm gegeben.Sie flüchteten und ließen die Beute zurück.Die Polizei wurde alarmiert,fragte ob sie den CD-Player mit Radio zur Spurensicherung mitnehmen dürfen und brachten mir das Gerät nicht mehr zurück.
Ich habe das Vertrauen an die Menschen komplett verloren,verstehe den Bürgermeister nicht,rufe die Polizei auch nicht mehr,weil es eh nichts nützt,oder ich womöglich wieder schlechte Erfahrung mache.
Ich bin effektiv von meinem Sozialen helfen richtig krank geworden und verbittert!
Vielleicht mache ich noch weiter,aber ich brauch einfach Schutz von hier,sonst muss ich noch um mein Leben fürchten.
Die Presse müsste zu mir kommen,da sähen sie ein
Negativbeispiel.! Es ist zum Heulen,da könnte geholfen werden und die öffentliche Hand will nicht. Punkt! Ich lade die Presse recht herzl. zu einem Gespräch ein.
Vielleicht kann ich auf diesem Wege noch etwas bewirken.Wäre schön!

Sonderegger am

Der Bürgermeister von Cserdi zeigt den Weg wohin wir uns bewegen müssen um den Finanz und Polit Oligarchen, nicht nur in Ungarn, sondern auf der ganzen Welt zu entgehen. Für die Welt zu verbessern und sicherer zu machen muss das von allen gefördert werden. Nur das wird das Volk unabhängig von der zerstörerischen Welt Elite retten die das Volk zu Sklaven machen will. Wir brauchen keine Regierung, die uns nur ausplündert und der Elite dient.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.