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2. November 2014

Rumänien: Stichwahl um Präsidentenamt zwischen Ponta und Iohannis

Über die Wahl berichtet Ralf Borchard

Bei der ersten Runde der Präsidentenwahl in Rumänien hat der amtierende sozialdemokratische Premierminister Victor Ponta wie erwartet die meisten Stimmen geholt, aber die absolute Mehrheit verfehlt. Er trifft bei der Stichwahl in zwei Wochen auf den deutschstämmigen liberalen Kandidaten Klaus Iohannis, bisher erfolgreicher Bürgermeister von Sibiu (Hermannstadt). Der vergleichsweise unabhängige Nachrichtensender Realitatea TV prognostiziert für Ponta laut Nachwahlbefragungen (Exit Polls) 38,2 Prozent, für Iohannis 32,1 Prozent der abgegebenen Stimmen. Alle anderen Kandidatinnen und Kandidaten wie die frühere Justizministerin und Korruptionsbekämpferin Monica Macovei kommen demnach auf maximal 6,0 Prozent. Andere Exit Polls weichen nur geringfügig ab und sehen Ponta bei rund 40 Prozent und Iohannis bei rund 31 Prozent. Spannend könnte es bei der Stichwahl in zwei Wochen dann werden, wenn in der ersten Runde abgeschlagene Kandidaten ihre Anhänger auffordern, für Iohannis zu stimmen. Favorit bleibt aber Premier Ponta.

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